Jetzt kommen zwei hannoversche Bands

Drei Sängerinnen setzen flotte Akzente beim Auftritt der Bigband Berenbostel. Rechts Bandgründer und Baritonsaxofonist Bodo Schmidt.Foto: K. Raap

Bodo Schmidt und die Jugend-Bigband mit tollem Konzert

Langenhagen (kr). Riesenbeifall gab es erwartungsgemäß beim zweiten Hofkonzert dieses Jahres für die Bigband des Gymnasiums Berenbostel, die als beste deutsche Nachwuchsformation ihres Fachs zählt. Mit ebenso swingenden wie anspruchsvollen Arrangements überzeugten die sympathischen Bandmitglieder auf der ganzen Linie. Einen hochkarätigen Beitrag lieferte dabei auch das hervorragend eingebundene Gesangstrio mit Isabelle Nagel, Siri Schedofsky und Lilly Karacay. Besondere Akzente setzte auch Tenorsaxofonist Volkan Aydogdu. Ein Phänomen ist sicherlich Bodo Schmidt, Musiklehrer, Bandgründer, Arrangeur und Baritonsaxofonist in einer Person. Bereits seit 20 Jahren versteht er es immer wieder, neue junge Musikanten für die Mitarbeit in der Bigband zu interessieren und zu formen. Ein weiterer Coup: Im April dieses Jahres gründete er mit Freunden den Jazz-Club Garbsen.
Zwei gestandene Bands aus der Landeshauptstadt Hannover bestimmen die beiden nächsten Veranstaltungen im Rathausinnenhof, die in diesem Jahr nun schon zum 24. Mal unter dem Motto „umsonst & draußen“ über die Bühne gehen. Am Sonntag, 27. Juli, stellen sich die Blackpoint Jazzmen vor, deren Anfänge bis in das Jahr 1960 zurückgehen. Sie sind längst zu einer Institution des traditionellen Jazz geworden. Die stilistische Bandbreite reicht vom klassischen Dixieland bis hin zu den Ohrwürmern der Swing-Ära. Zu einem Höhepunkt im Bandleben dieser Formation zählen sechs Konzerte im European Jazzclub auf der legendären Bourbon Street in New Orleans. Unter anderem vertraten sie mehrere Male das Land Niedersachsen bei den zentralen Feierlichkeiten in verschiedenen Landeshauptstädten zum Tag der deutschen Einheit. Die acht Musiker sind längst bekannt für ihre guten Arrangements, verbunden mit erfrischenden Soli. Ein Heimspiel haben am Sonntag, 3. August, die Swingtown Jazzmen, die bei den Jazzmatineen von Anfang an und damit zum 24. Mal dabei sind. Mit dem Langenhagener Posaunisten Klaus Raap, Trompeter Walter Zwingmann und Gitarrist Felix Hartmann stehen noch drei Musiker auf der Bühne, die die Band 1973 gründeten. Später hinzu kamen noch Saxofonist Siggi Gehring, Bassist und Sänger Bernd Senger und Schlagzeuger Didi Simon, ebenfalls ein Langenhagener. Das Markenzeichnen dieses Sextetts ist ihr überaus breitgefächertes Repertoire.
Bis zum 31. August hat Horst-Dieter Soltau, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Cultour & Co., noch vier weitere Jazz-Matineen geplant. Die Konzerte finden jeweils von 11 bis 14 Uhr statt.