Jevtic will Jugendarbeit fördern

Dragomir Jevtic (rechts) führte mit Bürgermeister Friedhelm Fischer ein Gespräch über Möglichkeiten zur Förderung ehrenamtlicher Jugendarbeit in Bosnien. Foto: E.A. Nebig

Gast aus Bosnien fährt am Dienstag mit Infos im Gepäck nach Hause

Langenhagen (ne), Als Fördermitglied des Vereins „Hilfe für das junge Leben" weilt Dragomir Jevtic aus der bosnischen Schwesterstadt Bijeljina auf Einladung von Charlotte Neuhaus und ECHO-Mitarbeiter Ernst August Nebig nun schon zum dritten Mal für einige Wochen in Langenhagen. Er frischt dabei sein Deutsch auf, das er einst vor dem Bürgerkrieg auf dem Balkan als jugoslawischer Gastarbeiter lernte und sammelt zudem Kenntnisse über die heutigen, stark veränderten Lebensverhältnisse in Deutschland und das Vereinswesen in Langenhagen. Diesmal war er mehrfach beim Bürger- und Heimatverein Langenhagen sowie dem städtischen Fachdienst Kinder und Jugend zu Gast, um die hiesige, zum Großteil ehrenamtliche Jugendbetreuung, näher kennen zu lernen. Ehrenamtliche Betreuung durch ausgebildete Jugendbetreuer gebe es in Bijeljina nicht, wo sehr viele Jugendliche ohne Lehrstelle oder Arbeit seien und keine Perspektiven hätten. Dragomir Jevtic lernte die JuLeiCa-Lehrgänge kennen und nahm jetzt an der Preisvergabe „Die gute Tat“ teil. Er war von beiden Projekten beeindruckt und nutzte die Gelegenheit, nach der Feierstunde zur Preisvergabe mit Bürgermeister Friedhelm Fischer über die freie und die städtische Jugendarbeit in Langenhagen zu sprechen. Gerade in Bosnien sei Jugendpflege nach dem Bürgerkrieg über Partei-, Religions- und ethnische Grenzen hinweg sehr wichtig.