Jubiläumsfeier im Forum

Waren ein Teil des musikalischen Showprogramms bei der Jubiläumsfeier: die Langenhagener Tanzgruppe „Blickspeeler Wuppdichs“. (Foto: D. Lange)

20 Jahre Integrationsbeirat

Langenhagen (dl). Mit einem interkulturellem Fest im Forum feierte der Integrationsbeirat sein 20-jähriges Bestehen. „Wir haben ähnliche Feste dieser Art schon einige Male gefeiert, aber der Anlass für das Fest heute ist natürlich das Jubiläum des Integrationsbeirats, der ein wichtiger Bestandteil des städtischen Lebens geworden ist und daher passt dieses Jubiläum auch ganz gut in das Jahr des Stadtgeburtstags“, sagte der heutige Vorsitzende des Beirats, Erwin Eder, der gleichzeitig zu den Gründungsmitgliedern gehört.
Die damalige Bürgermeisterin Langenhagens und heutige Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg gab seinerzeit einen wichtigen Anstoß zur Gründung des Ausländerbeirats, wie er zu jener Zeit noch hieß. Damals wie heute besteht der Beirat aus zwölf Mitgliedern aus Langenhagen mit Migrationshintergrund, je einem Mitglied aus den Ratsfraktionen sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt. Er verstand sich zu Beginn als eine politische Vertretung der in Langenhagen lebenden ausländischen Bürgerinnen und Bürger und legte aus gutem Grund schon früh seinen Schwerpunkt auf die Sprachförderung. Nur die Sprache ermöglicht den Zugang zum öffentlichen Leben und zur erfolgreichen Integration. In der Förderung der Integration mit dem Schwerpunkt Bildung sieht der Beirat deshalb, heute noch mehr als früher, seine Hauptaufgabe. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter nach ihrer Qualifikation und weniger nach ihrer Nationalität auswählen. Das schließt die sprachliche Qualifikation zwingend mit ein“, so der Vorsitzende Erwin Eder. „Unsere Ziele für die Zukunft sind deshalb mehr offene Ganztagsschulen und die Förderung von herkunftsprachlichem Unterricht an den Grundschulen. Dabei sollten auch die Eltern mehr mit einbezogen werden. Ferner können wir uns eine Ausweitung des Wahlrechts vorstellen, so dass die Menschen mit Migrationshintergrund, die schon länger in Deutschland leben, unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Bundes- und Landtagswahlen wahlberechtigt sind und nicht wie bisher nur bei Kommunalwahlen“. Bürgermeister Fischer betont in seiner Begrüßungsansprache: „Integration ist keine Einbahnstraße. Eine interkulturelle Kompetenz erwirbt man nur, wenn man bereit ist, von einander zu lernen. Der Integrationsbeirat wird daher auch in die politischen Entscheidungsprozessen mit einbezogen“. Das bestätigt auch der zweite Vorsitzende des Beirats Hamidou Bouba: „Der Beirat ist in allen Ausschüssen vertreten und wir haben ein Antragsrecht im Rat. Dazu erfahren wir sehr viel Unterstützung aus den Fraktionen und der Verwaltung“.