Jugend forscht vielversprechend

Mareila Järnecke (von links), Maja Deris, Liona Arnold, Frederik Eden, Vanessa Glaser, Fabian Struck (dahinter), Marie Pawlow, Sofia Cabanillas-Marei, Vanessa Standop und Chirin Lachkham waren für die IGS bei "Jugend forscht".

IGS-Schüler überzeugen beim Wettbewerb

Langenhagen. Zum wiederholten Male konnten IGS-Schüler der Klasse 9.5 beim „Regionalwettbewerb Jugend forscht – Schüler experimentieren 2016“ in Hannover im Lichthof der Leibnitz Universität überzeugen. Mareila Järnecke und Maja Deris (Fachgebiet Physik; "Schüler experimentieren") sowie Sofia Cabanillas-Marei, Marie Pawlow und Chirin Lachkham (Fachgebiet Arbeitswelt; "Jugend forscht") haben jeweils den dritten Platz errungen. Vanessa Standop und Liona Arnold (Fachgebiet Biologie; "Jugend forscht") und Vanessa Glaser, Fabian Struck und Frederik Eden (Fachgebiet Technik; "Schüler experimentieren") haben sich ebenfalls mit ihren Themen gut platzieren können.
Mariela Järnecke und Maja Deris haben mit ihrem Thema "Optimaler Einstellwinkel bei Windrädern" untersucht, ob ein Windrad effizienter zu betreiben ist, indem der Einstellwinkel der Rotorblätter optimiert wird. Dazu haben sie eigenes eine Messstation entworfen und aufgebaut und konnten so zeigen, dass ein 40 Grad Winkel optimal ist. Für diese Arbeit haben die beiden Jungforscherinnen zusätzlich den Sonderpreis "Umwelt Technik" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erhalten, womit auch von dieser Seite die Aktualität der Thematik unterstrichen wurde.
Sofia Cabanillas-Marei, Marie Pawlow und Chirin Lachkham setzen mit ihrer Arbeit die Thematik des letztjährigen Wettbewerbes fort, indem sie sich weitergehend mit der Bodengestaltung befassten, um einem blinden Menschen die Orientierung in einem Schulgebäude zu erleichtern. Dazu prüften sie, ob Magnete im Boden hilfreich sein können, indem sie den blinden Mitschüler Vladimir Kovalchuk von der Robert-Koch-Realschule baten, ihre Teststrecke abzulaufen, einmal mit einem eignes präparierten Langstock und ein anderes Mal mit speziell präparierten Schuhen. Beide Hilfsmittel waren so konstruiert, dass mit ihnen die magnetische Wirkung des Bodens erspürt werden sollte. Die bisherigen Ergebnisse lassen den Ansatz als hilfreich erkennen, er bedarf aber der weiteren Optimierung. Mit dieser Arbeit aus dem Bereich der Inklusion wussten die drei Schülerinnen aber nicht nur die Juroren des Wettbewerbes "Jugend forscht" zu überzeugen, sondern auch die Jury der Freimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferde“ aus Hannover, die ihnen den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis des Freimaurerischen Kultur- und Sozialwerkes „Friedrich zum weißen Pferde” zusprach. Diesen Preis werden sie am 23. Februar in einer Feierstunde in den Räumen der Loge entgegennehmen und dazu einen Vortrag zu ihrer Thematik halten.
Vanessa Standop und Liona Arnold haben in ihrer Arbeit die Frage untersucht, ob eine vegane Ernährungsweise den Blutdruck verändern kann. Dazu haben sie ärztlich begleitet bei Probanden den Blutdruck in wöchentlichen Abständen vor, während (vier Wochen) und nach der veganen Ernährungsphase über jeweils 24 Stundenmessungen bestimmt und ausgewertet. Ihre Ergebnisse deuten klar daraufhin, dass die vegane Ernährung den Blutdruck günstig beeinflusst.
Vanessa Glaser, Fabian Struck und Frederik Eden haben in verändertere Besetzung ebenfalls eine letztjähriges Thema fortgeführt, indem sie weiter an einer selbsttätigen Sammeleinrichtung für Plastikmüll von der Meeresoberfläche, der sogenannten Boje, gearbeitet haben. Ausgangspunkt war ihr Prototyp des letzten Jahres, welches unter realen Bedingungen in der Ostsee getestet wurde. Dabei ergaben sich neue Erkenntnisse, die in der diesjährigen Arbeit zur Entwicklung einer neuen Segelform der Boje geführt haben, die dazu führt, dass sich die Boje bei Wind selbsttätig in Eigenrotation versetzt; die Voraussetzung für das Sammeln von Oberflächenplastik im Meer, so dass jetzt die Sammeleinrichtung selbst optimiert werden kann.
Als betreuender Lehrer und Klassenlehrer ist Ulrich Wulbrand mit seinen Schülern sehr zufrieden. Er kündigt an: "Ich freue mich auf die Fortführung der Schülerarbeit, denn Beharrlichkeit in der Forschung ist unabdingbar und erweitert den Horizont – packen wir es also weiter an, unentdecktes Land zu erforschen!"