Jugendbegegnung abseits des Gaza-Krieges

Bei der Begrüßung im Ratssaal: Assad Shibli (vorne von links) und Friedhelm Fischer mit den Teilnehmern und Organisatoren der Jugendbegegnung. (Foto: G. Gosewisch)

Araber aus Israel zu Gast in Langenhagen

Langenhagen (gg). „Zahlreiche Partnerschaften bestehen zwischen deutschen und israelischen Gemeinden oder Schulen, aber nur mit Juden und nicht mit Arabern.“ Dies sei nach Überlieferung der Initiatoren des Vereins für Jugendbegegnungen der erste Satz gewesen, der vor gut 20 Jahren bei einem Gespräch mit dem Schulleiter im Ort Shibli in Israel der Beginn einer konstanten Besuchsreihe war. Shibli liegt zwischen dem See Genezareth und Nazareth in Galiläa, entstanden aus einem Beduinen-Stamm, daher der dort verbreitete Name Shibli. Auch der Schulleiter heißt so – Assad Shibli. 21 Schüler der Highschool, die just ihren Abschluss gemacht haben, sind derzeit in Langenhagen zu Gast. Die Organisation haben Christiane Rauch und Björn Schrämmer für den Verein für Jugendbegegnungen übernommen. Beide sind Lehrer an der IGS, der Verein ist aber schulunabhängig, offen für alle Interessierten, auch Nicht-Schüler. Im Rahmen einer offiziellen Begrüßung von Bürgermeister Friedhelm Fischer wurden interessante Fragen formuliert - nicht zu den Freizeitwerten der Stadt, sondern zu der Struktur der Arbeitsplätze oder der Ausbildung. „Wovon leben die Menschen in Langenhagen?“, wollten die Schüler wissen. „Die Welt von morgen ist nicht die von heute“ und „die Würde in der Gemeinschaft“ waren die Themen, die Assad Shibli in seiner Begrüßungsrede ansprach. Er wünscht sich einen Besuchsaustausch auch zwischen den Verwaltungsmitarbeitern beider Städte.