Julius-Club verleiht Diplome

Julius-Club-Diplome und kleine Geschenke freuten die Langenhagener Leseratten in der Stadtbibliothek.Foto: C. Wurm

Lese-Sommer geht zu Ende

Langenhagen (cow). Ganze zwei Bücher pro Woche verschlang Lukas Burgath im wahrsten Sinne des Wortes in den Sommerferien, vor allem Fantasy Romane weckten seine Lesefreude. So wie Lukas nahmen vom 18. Juni bis 18. September etwa 50 Kinder und Jugendliche am Julius-Club (Jugend liest und schreibt) teil, welches ein Projekt der VGH-Stiftung und der Bücherzentrale Niedersachsen ist. Die Stadtbibliothek Langenhagen beteiligte sich in diesem Jahr zum vierten Mal an dem landesweiten Projekt. Am Sonnabendormittag fand jetzt die Abschlussveranstaltung mit Verleihung der Club-Diplome durch Sabine Kerber, Dipl.-Bibliothekarin, und Holger Baumert, VGH Vertriebsleiter Regionaldirektion Nienburg, statt. Das dreimonatige Programm des Julius-Clubs bot den Leseratten im Alter von elf bis 14 Jahren nicht nur eine Auswahl an mehr als 100 altersgerechten und brandaktuellen Buchtiteln der Kinder- und Jugendliteratur zur kostenlosen Ausleihe, sondern stellte zusätzlich einmal in der Woche beim Club-Treffen besondere Aktionen auf die Beine.
Bei den gerne angenommenen Kreativ-Workshops konnten die Jugendlichen selbstgemachte Handy-Taschen häkeln, sich ihre eigenen Lesezeichen basteln oder bunte Armbänder knüpfen. Einen Einblick in Detektivarbeit wie bei den legendären Helden „Die Drei ???“ aus der bekannten Jugendbuchserie gab es bei einem geführten Besuch durch das Langenhagener Polizeikommissariat. Was noch im Repertoire der Stadtbibliothek Langenhagen fehlt, durften die Club-Teilnehmer beim Stöbern in der Buchhandlung Böhnert im CCL selbst entscheiden und sich jeweils ein neues Buch aussuchen, das dann gekauft und in den Bestand der Bibliothek aufgenommen wurde. Die Julius-Club-Treffen dienten vor allem dazu, andere Club-Mitglieder zu treffen, sich über interessante Bücher auszutauschen und Empfehlungen auszusprechen. Alle Veranstaltungen wurden dabei vom Projekt Julius-Club getragen und waren für die Club-Mitglieder kostenfrei.
Kerber ist stolz auf die vielen Leseratten, die sich von spannenden Büchern fesseln ließen und ihre Begeisterung mit anderen teilten. „Ihr habt eine ganze Mappe voll mit Bewertungsbögen geschafft“, lobte die Bibliothekarin bei der Übergabe der Urkunden. Und bemerkte mit einem Schmunzeln, dass es zum Glück in den Sommerferien auch ein paar Regentage zum Lesen gab. Ein Club-Diplom erhielten diejenigen, die mindestens zwei Bücher in den Sommerferien lasen und im Anschluss einen Bewertungsbogen zu dem Buch ausfüllten. Ab dem fünften Buch gab es dann das sog. „Vielleser-Diplom“ und ein kleines Geschenk dazu. Ganz vorne mit dabei war Marina Friederike Sommer, die sich mit 20 Büchern auf intensives Leseabenteuer begeben hat. Um noch einen größeren Anreiz zu schaffen, wurde auch mit den Schulen die Zusammenarbeit gesucht und wer möchte kann sich im Zeugnis den Hinweis auf die erhaltene Lese-Auszeichnung vermerken lassen.
„Der Julius-Club ist ein voller Erfolg und wird gerade in Langenhagen und der Region Hannover sehr gut angenommen. Das Konzept geht auf. Dies zeigten auch ganz klar die Zahlen aus den letzten Jahren, in denen es das Projekt schon gibt“, erzählte Holger Baumert. In den vergangenen sieben Jahren erreichte das Leseförderprojekt rund 36.000 Kinder und Jugendliche und die Bibliotheken liehen die Julius-Club-Bücher mehr als 190.000 Mal aus. Besonders beliebte Bücher, die häufig über die Verbuchungstheke gingen, waren unter anderem „How to be really bad“ von Hortense Ullrich und „12 things to do before you crash and burn“ von James Proimas. „Die Bücher klingen schon alleine wegen ihres englischsprachigen Titels interessant für die Jugendlichen und wurden daher häufig ausgeliehen“, so Sabine Kerber. Zum Abschluss konnten die Lese-Diplomanten an einer Verlosung teilnehmen, bei der es Pakete mit Büchern, T-Shirts, Tassen und Bücher-Gutscheinen zu gewinnen gab.