Kampf gegen die Keime

Top-Ergebnisse in der Paracelsus-Klinik Langenhagen

Langenhagen. Jährlich ereignen sich in deutschen Krankenhäusern 220.000 Wundinfektionen nach Operationen, und die Anzahl an Infektionen mit schwer behandelbaren multiresistenten Erregern nimmt zu.
Karolin Graf ist Krankenhaushygienikerin und stellte die aktuellen Zahlen zur Infektionserfassung im Rahmen der aktuellen Hygienekommissionssitzung vor:
In allen Bereichen der Infektions- und Erregerstatistik liegt die Paracelsus-Klinik Langenhagen unterhalb der Referenzbereiche. „Die aktuelle Statistik zeigt, dass sich in den letzten zwei Jahren kein einziger Patient mit einem multiresistenten Erreger infiziert hat.“ berichtet Karolin Graf.
„Dank der engagierten Zusammenarbeit von Krankenhaushygiene und den klinisch tätigen Mitarbeitern konnte dieses erfolgreiche Ergebnis erzielt werden. So können auch wir vom Hygieneteam zeigen, dass die präventiven Maßnahmen wirkungsvoll sind, wenn sie konsequent umgesetzt werden“, erklärt die Expertin zufrieden.
Es gibt viele hygienische Maßnahmen, die im Vorfeld ergriffen werden, damit dieses positive Resultat zu Stande kommt. „Bei uns werden Patienten nicht nur vor der stationären Aufnahme gezielt auf eine Besiedlung mit Problemkeimen untersucht und gegebenenfalls behandelt. Die Klinik stellt den Patienten und Patientinnen ebenfalls vor endoprothetischen Operationen ein Hygiene-Set kostenlos zur Verfügung. Mit Hilfe antiseptischer Waschlösungen, die vor der Operation verwendet werden, wird das Risiko einer postoperativen Wundinfektion deutlich reduziert. Einen solchen Erfolg, wie in unserer Klinik, erzielt man jedoch nur durch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppe. Das Engagement der klinisch tätigen Mitarbeiter ist überdurchschnittlich hoch.“
Einen großen Stellenwert im Kampf gegen Infektionen und Krankenhauskeime nimmt auch die Händedesinfektion ein. Diese ist unerlässlich, um die Ausbreitung von Erregern zu verhindern. Die Paracelsus-Klinik Langenhagen beteiligt sich an der Aktion „Saubere Hände“ und liegt beim Händedesinfektionsmittelverbrauch auf allen Stationen deutlich über bundesdeutschem Durchschnitt.
Die Paracelsus-Klinik am Silbersee Hannover-Langenhagen steht für einen hohen medizinischen Standard in einem familiären Ambiente. Ein Team von rund 260 Mitarbeitern stellt unseren Behandlungserfolg sicher. Neben den konservativen Behandlungen laufen in vier modernen Operationssälen rund 4.700 Eingriffe jährlich.
Weiterhin werden alle Mitarbeiter regelmäßig auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Prävention von Krankenhausinfektionen und Verbreitung multiresistenter Erreger geschult.
Im vergangenen Jahr vermittelten Karolin Graf und die Hygienefachkraft Helene Vespermann in 37 Hygieneschulungen wichtiges Wissen vermitteln. „Die Beteiligung an diesen Schulungen ist sehr erfreulich“, weiß Graf zu berichten.
Und nicht zuletzt liegt der Klinik das Wohl der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Herzen. Im letzten Jahr wurde bereits allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Vierfach-Impfstoff gegen die Grippe zur Verfügung gestellt. Im Rahmen einer Impfaktion konnten 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen die Influenza geimpft werden. „In diesem Jahr sind unsere Mitarbeiter von der massiven Grippewelle in der Region verschont geblieben – dank der Impfbereitschaft und dank des Vierfachimpfstoffs. Das wiederum hat dazu geführt, dass es in unserem Krankenhaus keine Häufungen von Influenzafällen gegeben hat, da es dank konsequenter Hygiene und geimpftem Personal keine Übertragungen gegeben hat. Ein großartiges Ergebnis“, berichtet Graf.