"Kampfläufer im Naturparadies"

Naturfilmer zeigten Multivisionsshow

Langenhagen. Idyllisch liegt er da, nur knapp einhundert Kilometer Luftlinie von Hannover entfernt - der Dümmer. Mit seinen knapp 13 Quadratkilometer großen Wasserfläche ist der von der Hunte durchflossene Flachsee der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens. Umgeben von Mooren und Feuchtwiesen ist er ein wahres Naturparadies. Denn der Dümmer weist eine vielfältige Flora und Fauna auf. Zahlreichen Vogelarten dient er als Brut- und Rastplatz. Libellen tummeln sich an seinem Ufer und Kröten sind im Liebesrausch im Doppelpack unterwegs.
Die Naturfilmer Ulrike Hügel und Uwe Gohlke bereisten in den vergangenen vier Jahren den Dümmer und seine umgebende Niederung mehrere Male. Dabei hatten sie ihre Kameras immer im Gepäck und so konnten sie bei ihrer Multivisions-Show beim NABU-Langenhagen im Gemeinschaftszentrum Brink 50 begeisterten Gästen die Schönheiten dieser einzigartigen Landschaft zeigen.
Der in der Weichsel-Eiszeit entstandene See ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler und Naturfreunde. Freizeitsport und Naturschutz sind am Dümmer kein Widerspruch. Während einerseits Segler und Surfer hier ihr Revier haben, sind andererseits viele Bereiche am Dümmer als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Durch Wiedervernässung der Wiesen und extensiv geführte Landwirtschaft rund um den See sind hier seit einigen Jahren wieder Wiesenvögel wie Kiebitz, Schafstelze und Bekassine zu entdecken. Wasser- und Watvögel nutzen die feuchten Wiesen als Rast- und Brutplätze. Und so zeigten Hügel und Gohlke während ihres Vortrages auch immer wieder beeindruckende Aufnahmen der Uferschnepfe, die am Dümmer ihren Lebensraum hat.
Mit dem Fahrrad machten sich die Naturfilmer zu verschiedenen Jahreszeiten auf den Weg rund um den Dümmer. Sie hielten an den verschiedenen Aussichtstürmen, die rund um den See zu Naturbeobachtungen platziert sind, an und beobachteten unter anderem Mehlschwalben, Schwäne und Austernfischer. Sie wagten einen Blick auf das Liebesleben der Störche, schauten einem Kleiber-Paar beim Mauern ihrer Höhle und Kampfläufern bei der Balz zu. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite
www.ulrike-hügel.de.