Kandidatur nur mit Bürgervotum

Ehrenamtlich Mitglieder des Rates: Werner Knabe (links) und Jens Mommsen. (Foto: G. Gosewisch)

Jens Mommsen hat Bürgermeisteramt im Blick

Langenhagen (gg). Er bleibt seinem Progamm treu: Jens Mommsen, Ratsherr für das Bündnis unabhängiger Bürger Langenhagen (BBL), hat in den vergangenen zwei Jahren in den politischen Gremien durchgehend einen eigenen Stil gepflegt. Er versteht sich als „Anwalt der Bürgerinnen und Bürger“ und argumentierte auch so – provokant und anklagend gegen die Verwaltung, wenn es aus seiner Sicht um Missstände geht. Ebenso direkt und unbequem wie seine politischen Forderungen hat er nun die Bürgermeisterwahl am 25. Mai im Blick. Ganz anders als die anderen Kandidaten mit Friedhelm Fischer (SPD), Mirko Heuer (CDU), Dirk Musfeldt (Grüne) und Stefan Dammann (FDP), die seitens ihrer Parteimitglieder nominiert wurden, bittet er die Bürgerinnen und Bürger um Nachricht an ihn persönlich, ob seine Kandidatur gewünscht ist. „Viele haben mich angesprochen, mich ermutigt zu kandidieren. Aber ich möchte das weiter abfragen“, erklärte er im Gespräch mit dem ECHO vor dem Aufruf am vergangenen Sonnabend. Konsequent werde er das Ergebnis der Umfrage behandeln. „Wenn ich keine oder überwiegend negative Rückmeldung bekomme, werde ich nicht kandidieren, das ist ganz einfach“, sagte er.
Inzwischen kann Jens Mommsen schon Bilanz der ersten Tage nach seinem Aufruf ziehen: "Ich habe viele E-Mails bekommen und nur positive, das hat mich überrascht und sehr gefreut. Unter den Nachrichten aus ganz Langenhagen waren auch lange Briefe, darin aufmunternde Worte an mich und Sorgen zur Situation in Langenhagen. Die Leute wollen keine Parteigebundenheit mehr." Mommsen will die Mitteilungen der Bürgerinnen und Bürger noch einige Zeit weiter sammeln und dann entscheiden, ob er für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird. Nur mit dieser Unterstützung mache der Wahlkampf für ihn Sinn, schließlich wäre für ihn damit eine erhebliche Umstellung der Lebenssituation verbunden. Der promovierte Maschinenbauer führt ein eigenes Unternehmen, die Geschäftsführung müsste anders aufgestellt werden. Ehrenamtlich politisch aktiv bleiben will er auf jeden Fall, gemeinsam mit dem BBL-Kollegen Werner Knabe im Rat für Verbesserungen kämpfen. Für die nächste Kommunalwahl hat er sich mehr vorgenommen: „Vor gut zwei Jahren hat die BBL so gut wie keinen Kommunalwahlkampf gemacht und trotzdem 7,4 Prozent auf Anhieb bekommen. Das war ein toller Erfolg und ich bin sicher, beim nächsten Mal noch deutlich mehr Stimmen zu bekommen, mehr als die Grünen, wenn die BBL dann bekannter ist.“
Interessierte Bürger können Jens Mommsen ihre Meinung mitteilen: E-Mail jens.mommsen@drmommsen.de.