Kann Kommunalpolitik attraktiv sein?

Die Schülerinnen Tina Meyerhoff (links) und Gisa Greif sammelten beim Treffen mit Ratsmitgliedern Informationen. (Foto: G. Gosewisch)

Schülerinnen am Gymnasium zeigen Probleme auf

Langenhagen (gg). Stundenlagen Sitzungen im Rathaus, endlose Schriftsätze in Verwaltungsdeutsch oder Haarspaltereien um Alltagsnichtigkeiten – die Liste allgemeiner Vorurteile zur Kommunalpolitik ist bei Schülern lang. Gisa Greif und Tina Meyerhoff, Schülerinnen des Gymnasiums und kurz vor dem Abitur, haben ihre Seminarfacharbeit dem Thema „Politische Kommunikation“ gewidmet. Ihre Einschätzung ist deutlich in der Sprache: „Schüler interessieren sich nicht für Politik. Bringen sich aber auch nicht ein, da sie mit ihrem Inhalt zu wenig vertraut sind.“ Bestätigung für diese Quintessenz brachte ein Gespräch, zu dem die Schülerinnen eingeladen hatten: Mitschüler, Schulleiter Matthias Brautlecht, die betreuenden Lehrer Ingo Sprick und Silke Kaune, Bürgermeister Mirko Heuer, die Ratsmitglieder Willi Minne (SPD), Claudia Hopfe (CDU) und Jens Mommsen (BBL) trafen sich in großer Runde, tauschten Informationen zum vorgegebenen Thema Schulneubau aus. Viele offene Fragen zu den Vor- und Nachteilen des Standortes an der Neuen Bult wurden geklärt. Gisa Greif und Tina Meyerhoff versuchten zu klären, woran politische Kommunikation hapert. Klar wurde, dass sich Ratsmitglieder und Schüler im Allgemeinen zu wenig miteinander beschäftigen. Das Fazit der Schülerinnen fällt positiv aus, sofern gute Absichten wahr werden: Einfach mal öfter miteinander sprechen.