Karsten Nitschke will im Ort bleiben

Karsten Nitschke will mit Schreibenwarenladen und Postagentur an der Eichstraße bleiben, die Frage ist nur wo?Foto: O. Krebs

Frage nach dem Standort bleibt weiter ungeklärt

Krähenwinkel (ok). Zig Wasserschäden und Einbrüche haben Karsten Nitschke nach eigenen Angaben den letzten Nerv gezogen, er hat den Mietvertrag seines Schreibwarenladens – dort betreibt er auch eine Looto-Toto-Annahmestelle und Postagentur – zum 31. Januar kommenden Jahres gekündigt. Aber am Standort Krähenwinkel will Nitschke gern bleiben, und auch Altortsbürgermeister Klaus-Konrad Behrens, der ihn vor sechs Jahren unter 35 Bewerbern mit ausgewählt hat, macht sich für den Geschäftsmann stark. Was also tun, das ist die große Frage, die auch nach vielen Gesprächen noch nicht beantwortet ist. Mehrere Alternativen liegen nach Ansicht Frank Stöbers von der Immobilienverwaltungsfirma Foncia als Verhandlungsführer auf dem Tisch. Da ist zunächst einmal das alte gekündigte Objekt, das Nitschke als Mieter renovieren müsste oder unter Umständen sogar kaufen könne. Zu einer Renovierung des etwa 100 Quadratmeter großen Ladens ist Karsten Nitschke derzeit allerdings nicht bereit, nach seiner Auffassung handelt es sich bei fehlenden Deckenplatten und einem kompletten Austausch des Teppichbodens eher um eine Grundsanierung. Darüber hinaus müsse noch eine Menge in Sachen Einbruchschutz passieren. Die Eigentümerin kann und will nach Aussage des Immobilienverwalters nichts investieren, würde aber wohl "relativ günstig" verkaufen. Ein Mietverhältnis mit einem neuen Eigentümer sei auch denkbar.
Andere Möglichkeit: Nitschke zieht mit Sack und Pack drei Türen weiter in das Geschäft, in dem bisher eine Assekuranz ihre Räume hatte und das seit etwa einem Jahr leersteht. Die Chance, den Laden zu kaufen, ist allerdings verstrichen, Nitschke könnte ihn nach Aussage Stöbers allerdings vom neuen Eigentümer mieten.
Alles kann, nicht muss so zu sagen, aber alle Parteien sind sich durchaus einig, dass der Standort an der Krähenwinkeler Eichstraße keine einfacher ist. „Ich hatte schon Anfragen von einer Spielothek, die an dieser Stelle aber gesetzlich nicht zulässig ist. Das spricht allerdings nicht für die Attraktivität der überalterten Ortschaft, was die Eröffnung eines Geschäftes angeht.“
Der Ball liegt nun bei Karsten Nitschke, der sich zwar klar zum Standort Krähenwinkel bekannt, sich aber noch unschlüssig ist, in welcher Höhe er bereit ist, Geld in die Hand zu nehmen. Kosten, die er erst einmal wuppen muss und die sich natürlich auch rentieren müssen. Und eines ist auch klar: Lange Leerstände geben ein schlechtes Bild für die ganze Ladenzeile ab.