Kaum auf, schon wieder zu

Die Becken in der Wasserwelt blieben Sonntag und Montag leer. (Foto: D. Lange)

Badegäste standen Sonntag und Montag vor verschlossenen Wasserwelt-Türen

Langenhagen (ok). „Wir müssen leider draußen bleiben“. Ein Schild, das unmissverständlich darauf hinweist, dass Vierbeiner keinen Zutritt haben. Am Sonntag hätte es durchaus auch an der Wasserwelt hängen können, Zielgruppe wären dann allerdings die Zweibeiner gewesen. Noch vor einer Woche war das 27-Millionen-Bad, – Kriktiker bezeichnen es auch als „Luxus-Plansch-Tempel – mit viel Tamtam und noch mehr Gästen eröffnet worden. Jetzt heißt es bereits: Still ruht der See oder besser gesagt: Still ruht das Becken. Verärgerte Besucher hatten am Wochenende keinen Spaß vor dem Spaßbad. Lapidar hieß es an der Eingangstür und auch auf der Facebook-Seite: „Wegen Netzwerk-Problemen bleibt die Wasserwelt heute geschlossen!“ Das Kassensystem habe schlapp gemacht. Ersatzprogramm mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst oder Badführungen: Fehlanzeige! Auch am Montag blieb das Bad zu; am Dienstag lief der Sauna- und Schwimmbetrieb wieder regulär ab 10 Uhr, und auch der Schwimmunterricht der Schulen fand wieder statt.
Eine unglückliche Verkettung von Fehlfunktionen habe am Sonntagmorgen dazu geführt, dass Teile des Netzwerks kurzfristig überlastet gewesen seien. Daraufhin hatte sich der Server abgeschaltet. Dies habe dazu geführt, dass das Kassensystem, an dem unter anderem die Drehkreuze, die Bezahlmöglichkeiten, der Schließmechanismus der Umkleideschränke sowie die Besuchererfassung hängen, nicht mehr betrieben werden konnte. Auch die Internetverbindung sei unterbrochen gewesen.
Die Besucher wurden zunächst noch gegen Barzahlung eingelassen. Im Laufe des Vormittags wurde das Kassensystem zwar provisorisch zum Laufen gebracht werden, der störungsfreie Betrieb aber nicht dauerhaft sichergestellt werden. Deshalb entschloss sich die GMF-Betriebsführung, die Wasserwelt gegen Mittag zu schließen.
Nicht die einzige Baustelle, die es auch nach der Eröffnung noch gibt: Der Hubboden muss überprüft werden, und im Außenbecken sind schon jetzt Fliesen und Außenfolie defekt und müssen repariert werden. Ein denkbar schlechter Start für die in der Stadt umstrittene Wasserwelt und natürlich – bildlich gesprochen – Wasser auf die Mühlen der Badgegner. Sie halten ein Badeparadies mit 100-Meter-Reifenrutsche und insgesamt sieben Becken für absolut überdimensioniert. Zumal eine wettkampftaugliche 50-Meter-Bahn mit kühlerem Nass für die Wasserballer fehle.