„Kein blindes Durchstarten mehr“

Marc Köhler will mehr Sicherheit und Lärm-Entlastung

Langenhagen (gg). Hoch gegangen sind die Emotionen in den vergangenen Tagen in der öffentlichen Diskussion zur so genannten Abhängung der Walsroder Straße am Ortseingang von Kaltenweide. Mit einer Unterschriften-Aktion wendet sich in Krähenwinkel CDU-Ortsratsmitglied Edgar-Schmidt-Nordmeier an die Bürgerinnen und Bürger. Er will mit diesen Stimmen seiner Meinung Nachdruck verleihen, dass diese Baumaßnahme, die Umleitung des Kraftverkehrs über die Heinrich-Hagemann-Allee, schädlich ist - das ECHO berichtete in der Ausgabe vom 29. Juni, Seite 1. Aufklärung zu den Vorteilen der Abhängung lieferte nun Marc Köhler, SPD-Fraktionsvorsitzender in Rat und Ortsratsmitglied in Krähenwinkel, im Pressegespräch. Für ihn ist beim Blick auf die Straßenkarte offensichtlich, dass Krähenwinkel in Bezug auf Lärm ein stark belasteter Ort ist: „Die Bürgerinnen und Bürger, die unmittelbar an der Walsroder Straße leben sind genervt, das habe ich aus den vielen Gesprächen im Ort als Information mitgenommen. Schienen- und Flugverkehr verstärken die Belastung.“ Das Ergebnis des vorliegenden Verkehrsentwicklungsplans sei es, dass mit der Abhängung der Durchgangsverkehr auf der Walsroder Straße um zehn bis 16 Prozent sinkt. „Das ist keine Glaubensfrage sondern beruht auf konkreten Zählungen zu Verkehrsmengen und Berechnungen zur Prognose. Mit den zehn Prozent machen wir Krähenwinkel nicht leiser, aber was man zur Verbesserung der Situation tun kann, sollte man tun. Schließlich wird das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren eher höher statt niedriger werden.“ Dass der Ortsrat Kaltenweide der Maßnahme bereits zugestimmt hat, sieht er als vernünftig an. Als „sehr gefährlich“ schätzt Köhler die jetzige Einmündung auf die Wagenzeller Straße ein: „Der Blick ist beim Rechtsabbiegen Richtung Norden nach hinten gewandt, um die Vorfahrt zu beachten. Da wird im Ortseingang blind durchgestartet.“ Den zukünftigen Verkehrsfluss an der Einmündung Heinrich-Hagemann-Alle auf die Walsroder Straße mit zusätzlichem Abbremsen der Kraftfahrzeuge sieht Köhler als nicht problematisch an: „Dort wird mit einer Vorfahrtsregelung ausgebaut“, erklärt er. Ohnehin sei die Abhängung im Zusammenhang mit dem Kreisel zu sehen, der auf der Kreuzung Wagenzeller Straße und Evershorster Straße entstehen soll. „Endlich bekommen wir dann für Schüler, die aus Richtung Evershorst vom Benskamp kommen, einen gesicherten Fuß- und Radweg. Den als Gegenargument zur Abhängung angeführten Kaufkraftverlust für die Einzelhändler auf der Walsroder Straße relativiert der Fraktionschef: „Wenn überhaupt, kann der nur minimal eintreten.“