„Kein Geld, kein Geld, kein Geld!“

Viel Arbeit gab's für den Scheibenkieker.
 
Die Geehrten beim Schützenfest.Fotos: E. A. Nebig

Drei frohe Festtage in Krähenwinkel und den Seestädten

Krähenwinkel/Altenhorst (ne). Zum achten Mal feierten der Schützenverein Krähenwinkel und der SV Maspe, Twenge, Hainhaus und Altenhorst am vergangenen Wochenende ein gemeinsames Schützenfest. Wiederum wurde es ein durchaus nachahmenswerter gemeinsamer Erfolg der beiden Schützenvereine. Darüber sollte man einmal nachdenken, denn in diesem Jahr ist der August wieder mit Festen vollgepfropft, die Geldbörsen der Bürgerschaft dagegen weitgehend nicht! Folglich leidet der Besuch der Festplätze, und auch die Stadtoberen haben da so ihre Probleme. Das machten sie bei der Begrüßung zum Festausmarsch am Sonntagmittag deutlich. Als sie von den Schützenhauptleuten Andreas Hartfiel und Günter Reiche sowie den Mitgliedern der angetretenen Schützenvereine mit einem dreifachen „Gut Ziel“ willkommen geheißen wurden, antworteten sie mit einem dreifachen „Kein Geld!“ Die Schützen nahmen es nicht krumm, dachten sich aber ihren Teil!
Die beiden Vereinsvorsitzenden leisteten mit ihren Vorständen und Festleitern erneut gute Organisationsarbeit und zogen am Sonntagabend eine positive Bilanz. Auch das diesjährige gemeinsame Fest sei harmonisch und fröhlich gewesen und werde seine Fortsetzung finden, hieß es gegenüber dem ECHO.
Das abwechslungsreiche Gemeinschaftsprogramm ging bis auf den Festsonntag bei schönem Sommerwetter über die Bühne. Der Regen beim Festausmarsch trübte die gute Stimmung nicht, und nach der Rückkehr ins Festzelt wutde es mit viel Musik richtig gemütlich. Auftakt der drei Festtage war am Freitag ein kleiner Festkommers mit etlichen Ehrengästen. Stellvertretend für alle seien hier die beiden Ortsbürgermeister Klaus-Konrad Behrens (Krähenwinkel) und Wolfgang Langrehr (Kaltenweide) genannt. Sinnigerweise zapften beide gleichzeitig zwei von ihnen gestiftete Fässer Freibier an. Nach dem offiziellen Teil spielte die Band Deistertaler auf, und es wurde bis in den frühen Morgen gefeiert.
Am Sonnabendmittag rückten die beiden Vereine nach dem Antreten getrennt aus, um die Majestäten zu ehren. Die Krähenwinkeler Schützen marschierten aber zunächst zur Verwaltungsstelle Krähenwinkel, wo Ortsbürgermeister Behrens Gunter Ehlers die Gemeindekette verlieh, die Platzierten ehrte und die Majestäten begrüßte. Für Behrens war es die letzte Kettenübergabe. Zum Jahreswechsel wird er sein Amt an den designierten Nachfolger Andreas Hartfiel übergeben. Horst Waldfried, Wirt des Dorfgemeinschaftshauses, ließ es sich erneut nicht nehmen, die Schützen bei der Kettenübergabe auf seine Kosten zu bewirten, bevor diese sich auf den Marsch zu den Scheibenzeremonien machten. Er servierte ihnen Getränke und leckere Frikadellen als Marschverpflegung.
Andreas Hartfiel erkämpfte sich in diesem Jahr erneut den Königstitel der Seestädter, während seine Frau Christine Königin des SV Krähenwinkel wurde. Dieser Tatbestand war Wasser auf die Mühlen von Scheibenkieker Rainer Schmidt, der längst den Spitznamen „Tom der Reimer“ führt. Er besang die Regentschaft von Hartfiel bei seiner gelungenen Leiterrede unter anderem wie folgt: „Andreas hatte nur die Wahl, König oder Prinzgemahl, und König sein ist allemal viel schöner als nur Prinzgemahl. Deshalb hat er unverdrossen diese Würde sich erneut erschossen.“ In Krähenwinkel waltete Scheibenkieker Günter Zehrt in bunter Verkleidung seines Amtes und nagelte beim zweiten Vorsitzenden Thomas Kühn die Königsscheibe an. Spötter meinten, mit den Königen Hartfiel und Kühn sei der SV Krähenwinkel wohl führerlos, doch da täuschten sie sich gewaltig, alles lief wie am Schnürchen. Beide Vereine ließen den Tag nach den Königsfeiern gemeinsam bei Musik und Tanz im Festzelt ausklingen.
Am Sonntag standen nach einem gut besuchten Zeltgottesdienst mit Pastor Martin Gundert das ausgebuchte Festessen mit Ehrungen sowie der Festausmarsch mit etlichen Gastvereinen im Mittelpunkt. Zu den Ehrengästen gehörte beim Essen Kreisoberschützenmeister Mathias Böttcher. Der war nicht mit leeren Händen gekommen und zeichnete einige Damen und Schützen mit Ehrennadeln des Deutschen Schützenbundes (DSB) aus. Die Ehrennadel in Bronze erhielten: Christine Hartfiel und Rudi Blüthgen; in Silber wurde sie an Detlef Gucinski, Hans-Joachim Schleuter, Sandra Bartels und Dieter Frede vergeben; in Gold erhielten sie : Inge Bischof, Ernst Fründ und Heinrich Dusche. Güntert Reiche wurde für seine Verdienste um den Schießsport vom Fachverband Schießsport, Region Hannover mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes geehrt. Bleiben die Musike zu erwähnen, die das Fest musikalisch umrahmten. Stellvertretend sei hier Wilfried Röricht genannt.Mehr als drei Jahrzehnte lang war er Angehöriger des Heeresmusikkorps 1 in Evershorst. Seit 22 Jahren leitet der Kaltenweider den Feuerwehrmusikzug Arnum, und der spielt seit 22 Jahren in Krähenwinkel beim Schützenfest auf.

Übergabe der Gemeinde-Kette. Foto: E. A. Nebig

Die Ortsbürgermeister stießen auf ein gutes Gelingen des gemeinsamen Festes an, und es wurde erneut ein Erfolg. Foto: E. A. Nebig.

Ehrung der Bürgerkönige. Foto: E. A. Nebig

Die mit Ehrennadeln des DSB ausgezeichneten Damen und Schützen.
Foto. E. A. Nebig