Keine Angst vor der Einschulung

Schulleiterin Gabriela Kasten (rechts) und Andrea Plecksnies, Leiterin der Kita Kaltenweide, beim gemeinsamen Spiel mit den Kindern. Foto: E. A. Nebig

Im Brückenjahr lernen Mädchen und Jungen ihre künftige Schule kennen

Krähenwinkel (ne). Mädchen und Jungen, die in einem halben Jahr eingeschult werden und zur Zeit noch in der Kindertagesstätte Krähenwinkel betreut werden, haben keine Angst vor der Einschulung. Die Kinder kennen nämlich ihre künftige Schule schon jetzt von innen und außen, samt der Schulleiterin Gabriela Kasten. Sie hatten jetzt die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Eltern und Erzieherinnen ihre Schule intensiv zu erkunden. Vorausgegangen waren lose Kontakte zwischen Kindertagesstätte und Schule. Die Erkundung der Schule erfolgte im Rahmen eines Projektes des Niedersächsischen Kultusministeriums unter der Bezeichnung „Brückenjahr“. Dabei wird im letzten Kindergartenjahr eine Brücke von Kindergarten zum künftigen Lernort geschlagen, indem die Zusammenarbeit zwischen den Tageseinrichtungen und Grundschulen bei der Gestaltung von Lern- und Bildungsprozessen im letzten Jahr vor der Einschulung gestärkt. Mit diesem Projekt, das sich für Krähenwinkel geradezu anbietet, denn Kindertagestätte und Grundschule liegen unmittelbar nebeneinader Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, die pädagogische Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder mit den Grundschulen stärker zu verzahnen. Die Leiterin der Grundschule Krähenwinkel, Gabriela Kasten und die Leiterin der Kinderttagesstätte, Maud Lehmann-Musfeldt, halten viel von dem Projekt und setzen die Ideen zur individuellen Lernentwicklung im Rahmen eines Kooperationskalenders zwischen Schule und Kita mit ihren jeweiligen Mitarbeiterinenn bereits seit einem halben Jahr um. Es gab Planungstreffen zwischen Erzieherinnen und Lehrkräften, Elternabende zum Brückenjahr sowie seit Oktober 2009 alle vier Wochen gemeinsame Sport- und Chorstunden. Jetzt schloss sich das Klassenraumprojekt zum Kennenlernen der künftigen Schule und den dortigen Lernabläufen an. Dazu wurden Kinder und Eltern in der Aula von der Schulleitung im Beisein von Erzieherinnen begüßt, die Ansprechpartner vorgestellt, das Brückenjahrlied einstudiert sowie gemeinsam gesungen und dann in Gruppen eine Schulrallye organisiert. Der Schnuppertag machte den Mädchen und Jungen sichtlich Freude; sie waren wissbegierig und stellten viele Fragen zu den Neuigkeiten in „der ganz großen Schule“. Positiver Nebeneffekt des Brückenjahres, die Kinder kennen sich bereits untereinander. Das werde ihnen die Einschulung sehr erleichtern, bemerkte Schulleiterin Gabriela Kasten gegenüber den Eltern, ehe bei der Abschlussveranstaltung jedes Kind einen Brückenjahr-Fahrplan erhielt. In diesem sind die nächsten Veranstaltungen aufgeführt.