Keine Kriminalitätsschwerpunkte

Informationsbesuch an der Ostpassage (von links): Manfred Pätzold, Geerfried Fobel, Emil Brockstedt, Ralf Jurczyk, Gesine Saft und Irene Zeitvogel. Foto: G. Gosewisch

Emil Brockstedt besucht das Langenhagener Kommissariat

Langenhagen (gg). Mit einer Anfrage zu Kriminalitätsschwerpunkten hatte der Landtagsabgeordnete Professor Emil Brockstedt (CDU) Kontakt zur Polizei Langenhagen aufgenommen. Zusammen mit Ralf Jurczyk vom CDU-Kreisverband Leer, Irene Zeitvogel vom Stadtverband Hannover und Gesine Saft aus der Langenhagener CDU-Ratsfraktion informierte er sich jetzt im Polizeikommissariat Langenhagen über die innere Sicherheit. Für den Bereich Langenhagen konnte der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Geerfried Fobel, eine positive Bilanz darstellen: „Es gibt keine Kriminalitätsschwerpunkte“, formulierte er klar und deutlich. „Das ist höchst erfreulich. Gründe dafür sind eine gute Polizeiarbeit kombiniert mit einer guten Präventionsarbeit, die auch von anderen sozialen Trägern der Stadt unterstützt wird. Auch die Bevölkerungsstruktur und die ländliche Prägung in Langenhagen wirken dem nicht entgegen.“
Das Kommissariat Langenhagen kann in seinem Arbeitsbereich sinkende Fallzahlen bei einer steigenden Aufklärungsquote, die bei rund 60 Prozent liegt, verzeichnen. Als abgesichert gelten statistische Erhebungen, nach denen sich Kriminalitätsschwerpunkte besonders in den Bevölkerungsbereichen als erheblich darstellen, die einen hohen Anteil von sozial benachteiligten Gruppen mit Migrationshintergrund haben. „Langenhagen hat eine Ausländerquote von nur etwa acht Prozent, in einigen Stadtteilen von Hannover ist diese doppelt so hoch“, ergänzt Polizeisprecher Manfred Pätzold. Zwar seien die ausländischen Mitbürger im Stadtbild präsent, die habe aber polizeilich keine Relevanz. Bewährt habe sich der gute Kontakt zum sozialen Leben der muslimischen Gemeinde rund um die Moschee in der Bahnhofstraße als sichtbares Zeichen für vielschichtige Integration.
Geerfried Fobel verweist auf die allgemeine Situation im Polizeidienst: „Unser Personal ist sehr motiviert, obwohl die Rahmenbedingungen sich nicht verbessern.“ Damit spielt er auf die politisch gewollte Verlängerung der Lebensarbeitszeit im Polizeidienst an. Die zügige Anhebung der Ruhestandsgrenze innerhalb von zwei Jahren vom vollendeten 60. auf das 62. Lebensjahr wirke sich auf die Personalstruktur und natürlich auf die Beförderungssituation erheblich aus. Da das Land Niedersachsen im vergangenen Jahr 1.000 neue Stellen im Polizeidienst geschaffen habe, sieht der Einsatzleiter für das Kommissariat Langenhagen durchaus die Möglichkeit der Verstärkung durch junge Kräfte, die die Ausbildung in diesem Sommer an der Polizeiakademie abschließen. Dies sei aber noch völlig offen, da die Polizeidirektion Hannover darüber noch nicht entschieden habe und die Verteilung sich an den Fallzahlen orientiere.