„Keine Spionage im Haushalt“

Nich voll besucht, aber gut besucht: das Langenhagener Kino bei der Sondervorstellung zum Wirtschaftsstammtisch.Foto: O. Krebs

Kurzweiliger 29. Wirtschaftsstammtisch der Stadt im Cinemotion

Langenhagen (ok). Es war der 29. Wirtschaftsstammtisch der Stadt Langenhagen, und zugleich die Premiere für Bürgermeister Mirko Heuer als Gastgeber. „Das ist hier ja fast wie bei einem Klassentreffen“, sagte der Verwaltungschef in seiner launigen Begrüßung im Cinemotion und machte deutlich, worauf er setzt. Viele, die sich hier zum Erfahrungsaustausch träfen, seien in der Stadt groß und als Mittelständler auch erfolgreich geworden. Der Mittelstand sei wichtig für Langenhagen. Er wolle in den nächsten Wochen die Verwaltung besser kennen lernen, aber natürlich auch mit Unternehmen in den Austausch treten. Denn: Die Stadt sei selbst ein Unternehmen mit etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; er habe sich gleich zwei Aufsichtsräten gegenüber zu verantworten: Dem Rat der Stadt Langenhagen und den mehr als 50.000 Bürgerinnen und Bürgern der Flughafenstadt. Scherzhaft merkte er im großen Kinosaal an, dass das Cinemotion genau die richtige Location sei, auch wenn es heute nicht ausverkauft sei. Die beiden Geschäftsführer Christof Gläser und Mathias Kemme stellten das Cinemotion, das im April an den Start gegangen ist, näher vor, erläuterten den zahlreichen Gästen, die standesgemäß mit Popcorn ausgestattet worden waren, ihr Konzept. Mehr als 650.000 Euro sind in den Umbau in Langenhagen investiert worden. Journalist und Autor Siegfried Tesche lud die Besucherinnen und Besucher bei seinem Vortragsthema „Datenschutz und die Lizenz zum Lauschen“ auf eine humorvolle Zeitreise durch die Welt der Spionage ein. Und Bürgermeister Mirko Heuer versicherte durchaus glaubhaft: „Geld für Spionage ist im Haushalt nicht eingestellt.“