„Keinen Aldi, der so aussieht“

Discounter geht nicht aufs Wunderlich-Gelände

Langenhagen (ok). Der Umzug von Aldi aufs Wunderlich-Gelände an der Kreuzung Pferdemarkt/Reuterdamm/ Walsroder Straße ist geplatzt; die rot-grüne Ratsmehrheit und vier Mitglieder der CDU-Fraktion haben sich für den Gewerbepark Ungruh ausgesprochen; der Discounter soll dort gehalten, weitere Standorte in der nördlichen Kernstadt nicht entwickelt werden. Für Wolfgang Kuschel (SPD) die richtige Entscheidung, weil gerade, was die Kreuzung angeht, möglichst lange alle Möglichkeiten offengelassen werden sollten. Kuschel: „Langenhagen ist nun einmal keine ‘Perle abendländischer Stadtbaukunst’, und die Kreuzung ist quasi die Visitenkarte Langenhagens von Norden, das Nordtor der Kernstadt. Bernd Speich (FDP) sieht das als Liberaler anders, seiner Ansicht nach entwickelt der Markt nach Angebot und Nachfrage; das die ehemalige NORTA und Wunderlich jetzt aus dem Rennen seien, werwundere ihn schon, schließlich sei vor einiger Zeit gar kein weiterer Einzelhandel auf dem Gelände von Ungruh vorgesehen gewesen. Aus seiner Sicht fabriziertdie rot-grüne Mehrheit mit ihrer Entscheidung einen „Salto rückwärts“. Mirko Heuer, Chef der CDU-Fraktion, bemängelte, dass Infos von der Verwaltung zu spät übermittelt seien, schließlich sei schon seit eineinhalb Jahren Bewegung in der Angelegenheit. In der Fraktion gebe es aber natürlich durchaus geteilte Meinungen.
Dirk Musfeldt, Fraktionschef der Grünen, steht auf dem Standpunkt, dass beim Einzelhandelskonzept eine klare Aussage fehle. Die Kreuzung mit viel Durchgangsverkehr müsse Dreh- und Angelpunkt sein. Zum Thema Discounter bezieht Musfeldt klar Stellung; „Wir wollen keinen Aldi, der aussieht wie ein Aldi.“