Keller in der „Neuen Bult“ unter Wasser

Eine der Betroffenen: Regina Herbertz. (Foto: O. Krebs)

Zuständige Stadt Hannover weist alle Vorwürfe zurück

Langenhagen (ok). „Land unter“ hieß es im Sommer im Wohngebiet „Neue Bult“. In den Kellern stand das Wasser; die Spuren sind heute noch zu sehen. Kosten, die keine Versicherung übernommen hat; die Anwohner blieben auf ihnen sitzen. Pumpen und Drainagen halfen nicht weiter. Umso wichtiger für sie, die Ursache herauszufinden. Doch da tappen sie wie auch die Experten im Dunkeln. Dieter Palm, Sprecher der Interessengemeinschaft Neue Bult, sind das Problem bei den drei Regenrückhaltebecken auf der Pferderennbahn. Die sind seiner Ansicht nach unzureichend oder gar nicht gepflegt. Bei einer Verlandung und viel Sand im Becken sinke naturgemäß die Aufnahmekapazität. Die zunehmende Bebauung und auch das neue Schwimmbad spielten eher keine Rolle. Die Stadt Hannover weist allerdings alle Vorwürfe zurück. Bei einer Begehung im August sei keine unzureichende Pflege der Gräben und Rückhaltebecken festgestellt worden. Denn wenn es in den Rückhaltebecken Schlammansammlungen gäbe, verringerten diese das Gesamtaufnahmeevolumen der Rückhaltebecken, und der Pegelstand müsste steigen. Der zulässige Pegel liegt bei 48,70 Meter über Normalnull. Eine reguläre Begehung Ende des Jahres soll jetzt Klarheit bringen.