Kennenlernen beim Kaffeetrinken

Menschen aus Syrien, Jemen, Irak, Iran und Afghanistan waren beim MTV zu Gast.

Flüchtlinge beim MTV zu Gast

MTV Engelbosel-Schulenburg. Zum zweiten Kennenlern-Kaffeetrinken hatte der MTV alle Flüchtlinge und Asylsuchende der Ortschaften Engelbostel und Schulenburg eingeladen. Im Frühjahr hatte der Verein den ersten Kontakt aufgenommen. Gleichzeitig ist mit Ina Warner die Stelle einer Integrationsbeauftragten für den MTV eingerichtet worden. Seitdem wird der Kontakt zu den Flüchtlingen intensiv gepflegt, indem der Verein den Menschen Sportmöglichkeiten einschließlich Sportkleidung und Beratungen anbietet. Für diese Integrationstätigkeit ist der MTV von der Region Hannover für sein soziales Engagement mit dem ersten Preis und einer Geldsumme von 5.000 Euro ausgezeichnet worden. „Dieses Geld wird ausschließlich für die Integrationstätigkeit verwendet“, betont der Vereinsvorstand.
Zu der zweiten Veranstaltung sind mehr als 20 Flüchtlinge zum MTV gekommen. Ebenfalls anwesend waren neben den MTV-Vorstandsmitgliedern Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke sowie Rica Wamhoff und Johanna Jakubovics als Flüchtlingsbeauftragte und zwei ehrenamtliche Dolmetscher. Besonders herzlich begrüßten die Flüchtlinge Ina Warner, die ständigen Kontakt pflegt. Um die Beschäftigung der Kinder kümmerten sich MTV-Mitglieder an diesem Nachmittag.
Die Begrüßungsrede des Vereinsvorsitzendens Hans-Hermann Roggendorf wurde gleich simultan in die arabische Sprache übersetzt, sodass die Flüchtlinge (Herkunftsländer Jemen, Iran, Irak und Syrien) der Rede folgen konnten. Auf diese Weise konnten alle Besucher erfahren, welche Möglichkeiten der Sportverein zur Integration beisteuern kann. Dazu gehören die verschiedenen Sportarten, die Sportausstattung, das Bekanntmachen mit Trainern und Teams, Hilfe bei Behördenfragen und vieles mehr. Inzwischen gibt es bereits etwa zehn Kinder und Erwachsene, die regelmäßig am Trainingsbetrieb und an den Mannschaftspielen beim Fußball teilnehmen. Besonders bei den kleinen Kindern sind Kinder- und Eltern-Kind-Turnen beliebt. Der Kontakt zwischen dem MTV und den Flüchtlingen wird durch Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke in Zusammenarbeit mit der MTV-Integrationsbeauftragten Ina Warner hergestellt. „Die deutsche Sprache zu erlernen ist für die Integration auch bei uns im Sportbetrieb wichtig“, betonte Hans-Hermann Roggendorf. Hier gibt es bereits Fortschritte, besonders bei den Kindern durch Kindergarten und Schule.
„Wir wollen unseren Beitrag zur Integration leisten, unabhängig von kritischen Äußerungen und Abwehrhaltung mancher Bürger“, war der Tenor der Veranstaltung.