Khat sichergestellt

Sorgfältig eingewickelt waren die Khat-Blätter im Koffer, der vom Zoll in Langenhagen sichergestellt wurde.

Zollbeamte finden 19 Kilogramm

Langenhagen. Die Verschleierung seiner Reiseroute half einem 20-jährigen Litauer nicht. Er war mit zwei Gepäckstücken aus Nairobi über Doha/Katar nach London geflogen. Dort nahm er einen Linienflug nach Langenhagen. Bei der Ankunft am hiesigen Flughafen verließ er den Sicherheitsbereich mit nur einem Koffer. Das andere Gepäckstück verblieb auf dem Gepäckband.
In diesem Koffer entdeckten die Zöllner 18.690 Gramm frisches Khat. Den Zöllnern gelang es den Besitzer des Koffers zu ermitteln und noch im Flughafenbereich zu stellen.
Nach eigenen Angaben hatte er den ersten Koffer bereits an einen somalischen Staatsbürger am Flughafen übergeben. Auch dieser Koffer war mit Khat gefüllt.
Für den Transport von Nairobi nach Deutschland sollte er einen Kurierlohn von 1.000 Euro erhalten.
Die Drogen wurden sichergestellt.
Gegen den 20-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover – Dienstsitz Bremen.

Zum Hintergrund: Die Hauptwirkstoffe von Khat sind Cathinon und Cathin. Beim Kauen von Khat werden diese Stoffe mit dem Speichel freigesetzt. Die Substanzen sind eng mit Amphetamin verwandt.
Konsumiert wird Khat, indem die jungen Blätter über mehrere Stunden gekaut werden, wobei immer wieder neue Blätter hinzugefügt werden. Der Saft wird geschluckt, die Rückstände ausgespuckt. Es werden nur die frischen Blätter konsumiert, weil Cathinon in alten oder trockenen Pflanzenteilen rasch zerfällt.
Die Einfuhr, der Besitz und der Handel von Khat sind in Deutschland verboten, denn es kann psychisch abhängig machen und Gesundheitsschäden verursachen.