Kinder in Containern

Kaltenweide (gg). „Nicht besser“ wird die beengte Situation in der Grundschule und im Hort. Das kündigte Elke Thielmann-Dittert, Fachbereichsleiterin Gebäudewirtschaft, in der jüngsten Ortsratssitzung an. Zum Baubeginn des Kinderhauses und zur Erweiterung der Grundschule, beides seit Jahren als Ratsbeschluss formuliert, prognostizierte sie zeitliche Verschiebungen und ergänzte: „Mir ist schon lange bewusst, dass wir den ursprünglichen Zeitplan nicht halten können.“ Schlicht liegen geblieben sei in der Stadtverwaltung das Ausschreibungsverfahren, und nach Meldung der Schulbehörde sei nicht mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen, sodass allenthalben die Pausenhalle zugebaut wird. „Wir könnten dort kurzfristig reagieren und einen weiteren Klassenraum provisorisch errichten, so, wie wir es schon einmal gemacht haben“, erklärte Elke Thielmann-Dittert in der Sitzung. „Ich bin sprachlos“, sagte Dirk Musfeldt (Grüne). „Schlimm“, kommentierten alle Ortsratsmitglieder einstimmig. Nicht nachvollziehen können sie, dass konstante Schülerzahlen prognostiziert sind. Michael Horn (Grüne) erinnerte an den Zuzug im Neubaugebiet Weiherfeld. Dazu die Fachbereichsleiterin: „Es könnte sein, dass nach einem Hoch im Jahr 2018 die Zahl wieder abnimmt.“ Dagmar Janik fragte nach gesetzlichen Vorschriften zur Größe der Pausenhalle. Die Antwort dazu soll nachgereicht werden. „Schon jetzt bleiben die Schüler in der Pause oft im Klassenraum, nachdem die Pausenhalle bereits verkleinert wurde“, ergänzt Ulrike Tarras-Stoellger (CDU). Sie spricht als Lehrerin der Grundschule Kaltenweide aus der Praxis. Mehrfach verwies Elke Thielmann-Dittert auf das Gutachten zum Raumkonzept (Ist-Zustand für alle Schulen in Langenhagen), das die Stadtverwaltung beauftragt hat und in den nächsten Wochen präsentiert werden soll. Sie erklärt: „Darauf werden wir die Pläne aufbauen. Die Umsetzung unterliegt dann der politischen Entscheidung.“