Kirchliches Helfernetz entsteht

Ein Kennenlernen der Helfer und der Flüchtlinge klappte im Gemeinderaum der Elisabethkirche sehr gut. (Foto: A. Hesse)

Hilfe für Flüchtlinge in der Elisabethgemeinde

Langenhagen. Ihre Heimat ist Syrien, Irak oder Afghanistan, seit einigen Monaten aber leben sie in Langenhagen: Etwa 50 Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind und nun versuchen, eine neue Heimat zu finden, kamen jetzt im Gemeindehaus der Elisabeth-Kirchengemeinde zu einem Begegnungscafé zusammen. Initiator und Gastgeber für dieses Treffen war eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die ganz einfach helfen möchte: Deutschkurse anbieten, Kontakte knüpfen, Familien in ihrem Alltag unterstützen – all das haben sie sich zum Ziel gesetzt.
In der Vorbereitung des Begegnungscafés waren Einladungen geschrieben und in den städtischen Unterkünften im Einzugsgebiet der Kirchengemeinde verteilt worden; andere Ehrenamtliche kauften Kekse und Saft ein, kochten Kaffee und bereiteten Spiele für die Kinder vor. Auch ein Abholdienst wurde organisiert, dazu zehn Autokindersitze für die jüngsten Gäste ausgeliehen: So konnten auch Familien mit ganz kleinen Kindern, die etwas weiter von der Elisabethkirche entfernt wohnen, zu dem Treffen kommen. Drei Dolmetscher sorgten für die notwendige Übersetzung ins Arabische, Persische und Kurdische, in einzelnen Tischrunden kam man mit Englisch weiter und auch deutsche Sätze wurden schon gewechselt – vor allem mit den Kindern, die in Langenhagen zur Schule gehen und die neue Sprache schnell lernen.
„Das Interesse, an unserem Deutschunterricht teilzunehmen, ist groß“, stellte Ulrike Jagau, Ehrenamtliche aus der Elisabethgemeinde, im Laufe des Nachmittags fest. Noch in dieser Woche wird die erste Unterrichtsstunde stattfinden: Das Lernmaterial ist bereits ausgewählt und kopiert worden, für Kinderbetreuung während des Unterrichts ist gesorgt und ein Raum im Gemeindehaus ist auch schon reserviert. Mehrere Lehrerinnen im Ruhestand gehören zum Team, das jetzt gespannt darauf wartet, dass der Unterricht endlich anläuft.
Insgesamt besteht die Gruppe der Ehrenamtlichen, die rund um die Elisabethkirche ein Helfernetzwerk für Flüchtlinge aufbauen möchte, zurzeit aus 16 Personen; weitere Helfer sind herzlich willkommen. Das nächste Planungstreffen findet am Dienstag, 15. März um 19 Uhr im Gemeindehaus der Elisabeth-Kirchengemeinde am Kirchplatz 7 statt.