Klarheit über die Zielsetzung

Frank Labatz (rechts) moderierte den Strukturworkshop des Integrationsbeirates. Foto: G. Gosewisch

Integrationsbeirat findet im Strukturworkshop neue Motivation

Langenhagen (gg). Schlecht bestellt war es um die Tatkraft des Integrationsbeirates in den vergangenen Monaten – mangelnde Motivation war die Folge von Kommunikationsschwierigkeiten und Orientierungsproblemen. Es haperte schon daran, dass Mitteilungen, die im Gremium intern verschickt wurden, nicht gelesen wurden; das ECHO berichtete darüber im vergangenen Dezember. Interne Kritik wurde dementsprechend bei der letzten ordentlichen Sitzung im Dezember von der Integrationsbeauftragten der Stadt Langenhagen, Anne Kirchbüchler, und den Vertretern der Politik im Gremium, Gabriele Spier und Joachim Balk, direkt an die Mitglieder des Integrationsbeirats gerichtet. Frank Labatz, Leiter des Fachbereichs Kinder und Jugend, war auf Initiative von Anne Kirchbüchler Teilnehmer dieser Sitzung und beratend tätig. Um eine grundlegende Verbesserung des Arbeitsklimas im Gremium zu erzielen, wurde die Durchführung eines Strukturworkshops beschlossen und nun auch durchgeführt.
Sandra Albuquerque, Hamidou Bouba, Carmelio Milazzo, Bahadir Tuncay, Asye Hasar, Yaowanute Knüppel und Hava Hanim Borgmann waren als Mitglieder des Beirats dabei. Als Vertreter der Politik im Integrationsbeirat brachten Gabriele Spier, Ulrike Jagau und Joachim Balk ihre Erfahrungen ein, ebenso Anne Kirchbüchler und Ute Mau aus der Verwaltung der Stadt Langenhagen. Motivierend und zielorientiert nahm Frank Labatz, in diesem Fall freiberuflich tätig, die Moderation in die Hand und führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Geschlossenheit. Mit der Feststellung der grundsätzlichen Aufgaben, der Ziele und der internen Arbeitsabläufe im Integrationsbeirat ist nun eine Struktur für die weitere Arbeit und auch eine Vertrauensbasis unter den Mitgliedern entstanden. Das Fördern und Fordern in bezug auf die Teilhabe von Migranten an der Gesellschaft soll die Basis weiterer Projektentwicklungen sein. Positiv beurteilten alle Teilnehmer den Verlauf des Workshops, der eine Aufbruchstimmung erzeugt habe. Dass ein neues Bewusstsein über die eigenen Ziele auch immer dazu führt, dass die Machbarkeit neu eingeschätzt werden muss, war ein abschließender Hinweis von Ulrike Jagau: „Mit einem Kopfnicken und der Zustimmung zu Idealen ist es nicht getan. Man muss schauen, inwieweit man die großen Ziele unterteilt in machbare kleinere Schritte.“ Gabriele Spier ergänzt: „Ich habe ein gutes Gefühl, dass die gestellten Ziele erreicht werden, wenn alle Teile des Beirates gut zusammenarbeiten.“