"Klassenleistung der besonderen Art"

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Klinik und Schule: Die Klasse 10.1 der IGS-Langenhagen ist stolz auf ihre ausgestellten Kunstwerke zum Thema Seelenlandschaften in der Paracelsus-Klinik. (Foto: C. Wurm)

Vernissage von IGS-Schülern in der Paracelsus-Klinik

Langenhagen (cow). Mehr als 40 Stunden und teilweise auch noch in den Ferien haben die Zehntklässler der IGS Langenhagen an ihren Kunstwerken, auf Leinwänden oder Papier mit Acrylfarben, gearbeitet. Entstanden sind 29 ganz individuelle und ausdrucksstarke Seelenlandschaften, in der der Mensch umgeben von malerischen Landschaften ist.
Das Ergebnis aus dem Kunstunterricht hat nicht nur Lehrerin Carola Kirchner begeistert, auch der Förderverein der Paracelsus-Klinik am Silbersee zeigte reges Interesse an den jungen Nachwuchskünstlern. „Kein Mensch liegt gerne im Krankenhaus und deswegen ist es unsere Aufgabe Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Schöne Bilder, damit sich die Patienten wohlfühlen, gehören dazu“, sagte Ute-Renate Noltemeyer, zweite Vorsitzende des Fördervereins der Paracelsus-Klinik.
Bei einer Vernissage stellten die Schüler und Schülerinnen der 10.1 jetzt ihre Kunstwerke vor. Die Ausstellung mit räumlicher Tiefenillusion unter dem Titel Seelenleben ist inspiriert vom Künstler Caspar David Friedrich und seinem Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Noltemeyer, die die Kooperation „Klinik trifft Schule“ initiierte, lobte in ihrer Ansprache die Klasse und Kunstlehrerin Carola Kirchner: „Dies ist eine Klassenleistung der besonderen Art. So eine gemeinsame Klassenarbeit habe ich noch nicht gesehen.“ Die Ausstellung sei daher auch als „besondere Wertschätzung der Arbeit“ von ganz persönlichen Bilder zu sehen, fügt Noltemeyer hinzu.
Bis zum 23. November haben Patienten, Besucher und Mitarbeiter der Klinik nun Gelegenheit zwei Stimmen auf einem Wahlzettel abzugeben. Es kann sowohl das persönliche Lieblingsbild und zusätzlich ein weiteres Bild für die Patientenzimmer gewählt werden. „Der Hintergrund für diese Differenzierung ist, dass es auch etwas düstere Bilder gibt, die sich weniger für Patientenzimmer eignen, aber trotzdem sehr beeindruckend sind“, erklärte Michael Neubauer, Ärztlicher Leiter der Klinik und Vorsitzender des Fördervereins. Die Wahlunterlagen und die Wahl-Box liegen an der Rezeption im Eingangsbereich aus. Die meist gewählten sechs Bilder werden als Kunstdruck ihren Platz in der Klinik finden.
„Jeder hat sich seine eigenen Gedanken bei den Bildern gemacht. Uns hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht“, erzählten die Schülerinnen Louisa Hauton und Marlin Griethe, beide 15 Jahre alt. Als Überraschung gab es von der Klasse 10.1 noch einen Blumenstrauß für die engagierte Kunstlehrerin Kirchner, die auf den Wunsch der Zehntklässler einging mit Leinwänden zu arbeiten und hiermit eine Alternative zum normalen Kunstunterricht erfolgreich realisierte.