Klein und Groß verknüpfen

Tag der Projekte in der Förderschule zielt auf Erfolg im Beruf

Langenhagen (gg). Offene Klassenzimmer und stolze Schüler, die ihre Arbeit präsentieren, sind die Kennzeichen eines gelungenen Projekttages an der Pestalozzischule. „Es ist keine Selbstverständlichkeit für eine Förderschule, dass das so gut klappt“, weiß Schulleiterin Andrea Engelhardt und weiter: "Die Erfahrungen, die die Schüler dabei machen, sind sehr wichtig. Verantwortung für die Klasse und für die Arbeit übernehmen, präsentieren und dafür Ängste überwinden sind Kompetenzen, die auch später im Beruf erbracht werden müssen.“ Nicht Jedem falle es leicht, frei zu sprechen. Die Ausdrucksweise zu verbessern sei eine ständige Aufgabe in der Förderschule, bemerkt Andrea Engelhardt nebenbei. Intensiv daran gearbeitet werde am besten, wenn die Motivation und der Spaß an der Sache stimmten. Kreative Spielräume ermöglichten das und würden über die Lehrkräfte transportiert, so dass interessante Inhalte von Schülern für Schüler erarbeitet worden seien. Während die höheren Jahrgänge mit kleinen Unternehmens-Ideen die jüngeren Schüler inspirierten, legten die sich die jüngeren Schüler ins Zeug, um vor den Älteren nicht zu schlicht da zu stehen. „Unser Vertrauen in die Schüler hat positiv motivierende Wirkung“, erklärt Andrea Engelhardt. Das heiße nicht, dass es nicht auch mal Probleme gebe. Allerdings stehe die Pestalozzischule im Vergleich zu anderen Förderschulen gut da. Auch die Umgangsformen untereinander und im Gespräch mit den Lehrern sowohl im Unterricht als auch in den Pausen seien in der Regel gut. Projekttage gibt es verlässlich zwei Mal im Jahr, vor den Herbstferien und vor den Osterferien. Zum festen Programm der Pestalozzischule gehört auch das NFTE (Network for teaching entrepreneurship)-Projekt, bei dem sich Achtklässler mit wirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen und in einem Businessplan praktisch umsetzen.