Kleine Abenteurer auf großer Safari

Mit Wonne kescherten die Kinder in dem Krähenwinkler Naturteich. (Foto: K. Woidtke)

Kinder entdeckten fast fertige Frösche

Krähenwinkel. Nun brach die Rudi-Rotbein-Gruppe des NABU-Langenhagen zu einer Safari auf und untersuchte mit ihren Betreuern Silke Brodersen, Christine Pracht und Ricky Stankewitz das Kleingewässer auf der Naturweide, ein NABU-Projekt. Im Jahr 2012 wurde der von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, durch private Spenden und durch eigene Mittel des NABU-Langenhagen finanzierte Tümpel angelegt, um die Lebensräume für Libellen und Amphibien zu verbessern. Seitdem geht die Rudi-Rotbein-Gruppe dort einmal im Jahr auf Entdeckungstour.
Mit Keschern und Becherlupen ausgestattet zogen die Kinder mit ihrem Bollerwagen am Nachmittag los Richtung Naturweide. Dort angekommen wurden fix die mitgebrachten Gummistiefel angezogen, und es ging an das Gewässer. Hier hat sich im Uferbereich der Mittlere Sonnentau aus der Gattung der fleischfressenden Pflanzen angesiedelt. Pillenfarn und Wasserhahnenfuß sind weitere Pflanzen am Kleingewässer, und in den Binsen konnten die Kinder verschiedene Libellenarten beobachten. Besonders spannend für die kleinen Naturforscher war das Keschern. "Was ist das denn für ein komisches Tier?" fragten sie neugierig und zeigten Silke Brodersen ihren Fund, bei dem es sich um die Larve einer Großlibelle handelte. Um sie genauer betrachten zu können, wurde die Larve vorsichtig in eine mit Wasser gefüllte Schüssel gesetzt. In einer anderen Schüssel beobachteten die Kinder Wasserfrösche in verschiedenen Entwicklungstadien. "Schaut mal! Diese Kaulquappe hat schon Hinterbeine und ist fast ein fertiger Frosch", erklärte Betreuerin Christine Pracht. Spitzschlammschnecke, Teichmolche und Wasserskorpione zählten zu den weiteren Funden der Kinder.
Im weichen Sand rund um das Kleingewässer wurden Sandlaufkäfer entdeckt und eine Grabwespe beobachtet. Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) war die nächste Entdeckung der Kinder. Sie gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen und wird wegen ihres gelb-weiß gestreiften Hinterleibes auch Zebraspinne genannt. Eine Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae) flog immer wieder über die Wasseroberfläche des Tümpels und setzte sich anschließend in die Binsen. Dort konnten die Kinder das Männchen der Segellibelle mit dem schwarzen Hinterleib näher betrachten.
Nach so viel spannenden Erlebnissen wurde es Zeit für ein gemütliches Picknick. Brote und Obst wurden ausgepackt, und die Kinder gingen anschließend frisch gestärkt wieder auf die Suche nach Taumelkäfer, Kaulquappe und vielen mehr. Doch auch irgendwann wurde es Zeit, diese Safari zu beenden. Voller neuer und spannender Eindrücke ging es mit dem Bollerwagen zurück zum Treffpunkt, an dem schon die Eltern auf ihre kleinen Entdecker warteten.