Kleiner Einfluss auf Belange der Region

Nahverkehrsplan soll Verbesserungen bringen

Langenhagen (gg). Einmal mehr wurde in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses deutlich, wie bestimmend die Befugnisse der Region sind. Beraten wurde über den Nahverkehrsplan, der die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs vorantreiben soll – eine reine Regionsaufgabe. Demnach soll der zukünftige Umfang des Stadt-, S-Bahn- und Busverkehrs erweitert werden. Im Maßnahmenbündel der Region ist beispielsweise die Einführung eines angenäherten 15-Minuten-Taktes für den gemeinsamen Abschnitt der S-Bahn-Linien S4 und S5 zwischen Langenhagen-Pferdemarkt und Hannover Hauptbahnhof, die Stadtbahnverlängerung von ihrem jetzigen Endpunkt Langenhagen entlang der Theodor-Heuss-Straße bis in Höhe Pferderennbahn „Neue Bult“ um zwei Haltestellen, ein behindertengerechter Ausbau der Haltestellen und eine Neukonzeption für die Buslinien 460 und 461 (Regiobus).
Vom Rat und von der Stadtverwaltung Langenhagens können Wünsche formuliert und Ideen eingebracht werden. Welche letztlich umgesetzt werden, ist völlig offen. Viele Gedanken zu Ergänzungen der Drucksache haben sich nicht nur die Ortsräte, sondern auch die Ratsfraktionen gemacht. SPD- und Grüne-Fraktion überraschten in der Sitzung mit einer Liste, die der Region zugestellt werden soll. Darin wird beispielsweise eine E-Bus-Ringlinie statt der Stadtbahnverlängerung (Lärmreduzierung) vorgeschlagen, der Einsatz von E-Bussen in der gesamten Kernstadt oder der bessere Anschluss der Busverbindungen an die Stadtbahn, damit Fahrgästen für alle aus Hannover ankommenden Stadtbahnen eine Busfahrt angeboten wird und „diese nicht mehr in Langenhagen stranden“, wie Grünen-Ratsherr Michael Horn erklärte. Zur gewünschten Schnellbuslinie zwischen Engelbostel und Zentrum gab es mehrere Vorschläge. Als Ortsbürgermeisterin forderte Gudrun Mennecke für Engelbostel eine Lösung, denn: „Es kann nicht sein, dass die Fahrtdauer von Engelbostel nach Hannover deutlich kürzer ist als die Fahrtdauer von Engelbostel bis nach Langenhagen Zentrum.“ Klar formuliert hat der Ortsrat Godshorn jedoch parallel, dass bei Änderung der Buslinien die Godshorner nicht schlechter gestellt werden sollen.
Als weiterer Tagesordnungspunkt einstimmig beschlossen wurde der Ausbau des Allerwegs zwischen Sollingweg und Kurt-Schumacher-Allee. Die Gehwege und die Fahrbahn müssen grundhaft erneuert werden, wobei der Fußgänger-Verkehr deutlich aufgewertet werden soll. Die Fahrbahnbreite wird auf das Mindestmaß von 5,50 Meter verringert, um Gehwegbreiten beidseitig von mindestens 2 Meter bereitstellen zu können. Vier Pflanzinseln sind für Baumpflanzungen vorgesehen. Aufgrund des sehr belasteten Bodens und Asphalts, der entsorgt werden muss, ergeben sich Gesamtkosten für diese Maßnahme in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro. Zustimmung und Lob für den Ausbauplan äußerte Michael Horn. Claudia Hopfe, CDU-Ratsfrau, empfahl eine genaue Prüfung der Grundstückseinfahrten, um das Blockieren durch parkende Autos zu vermeiden.