Klinik schasst Peer Kraatz

Langenhagen (ok). Das war ein kurzes Gastspiel. Nur knapp zwei Jahre lang war Peer Kraatz Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Klinik mit etwa 200 Mitarbeitern und 30 Ärzten am Silbersee, jetzt ist er von seinen Aufgaben entbunden worden. Diese Information ist jetzt durchgesickert. Auf Nachfrage des ECHO bestätigte Kraatz, dass er eine ordentliche Kündigung zum 31. März erhalten habe; die Kündigungsfrist betrage also sechs Monate. Dem Vernehmen nach soll sein Nachfolger allerdings schon am 1. November anfangen. Der Zeitpunkt der Entlassung von Peer Kraatz mutet schon etwas merkwürdig an; herrschte bei der Geburtstagsfeier "50 Jahre Klinik – 30 Jahre Paracelsus-Verbund" Anfang September doch noch Friede, Freude, Eierkuchen, von Disharmonien keine Spur. Ganz im Gegenteil: Peer Kratz wurde von Konzernchef Manfred Krukemeyer gelobt. Die Paracelsus-Klinik sei ein "durchsaniertes Haus mit moderner Technik und motivierten Mitarbeitern". Sie behaupte sich in einem "knallharten Wettbewerb". Ein Konkurrenzdruck, den nun offensichtlich auch Kraatz zu spüren bekam.
Die Unternehmenskommunikation in Osnabrück gab sich relativ wortkarg, bestätigte aber die Trennung von Peer Kraatz und teilte mit: "Wir befinden uns mit Herrn Kraatz in guten Gesprächen wegen einer möglichen früheren Trennung." Angabe zu den Gründen: keine. Derzeit werde sich um einen Nachfolger gekümmert; die Klinik werde zu keinem Zeitpunkt führungslos sein.