Kommission diskutierte

Entwicklung der Fluglärmbeschwerden

Langenhagen. Die Fluglärmkommission des Flughafens Hannover-Langenhagen diskutierte in ihrer routinemäßigen Sitzung die Entwicklung der Fluglärmbeschwerden, die Lärmentwicklung an einzelnen Messstellen und eine Stellungnahme der Region Hannover über die Erstellung eines Gutachtens zu den gesundheitlichen Folgen des Fluglärms.
Bei den Lärmbeschwerden ergab sich eine Häufung aus dem Raum Burgwedel. Ursache hierfür ist nach Erkenntnis der Flugsicherung die derzeitige Sperrung der Südbahn, die einen verstärkten Verkehrsfluss auf die Nordbahn bedingt und so ein umfangreicheres „Einfädeln“ der Flieger in den Landeanflug zur Folge hat. Im Übrigen lässt die Entwicklung des Lärms bereits über mehrere Monate eine verstärkte Belastung im Bereich Garbsen/Osterwald-Oberende (Messpunkt 9) erkennen. Das Umweltministerium wird diesen Bereich noch genauer untersuchen, um die Ursachen zu ermitteln. Die Regionsversammlung bei der Region Hannover hatte den „Fachbereich Gesundheit“ als zuständige untere Gesundheitsbehörde den Auftrag erteilt, die gesundheitlichen Folgen des Fluglärms unter der besonderen Berücksichtigung der Verhältnisse durch den Flughafen Hannover-Langenhagen zu untersuchen. Ein erster Bericht der Regionsverwaltung für den Gesundheitsausschuss wurde in der Kommission behandelt. Zusammenfassend wird dort ausgeführt, dass Untersuchungen zu diesem Thema einstimmig zu dem Ergebnis kommen, „Lärm ist geeignet, die Gesundheit zu beeinträchtigen“. Dieses gilt für Hannover-Langenhagen in gleicher Weise wie in anderen untersuchten Regionen. Die Verwaltung schlägt weiterhin vor, eine derzeit im Rhein-Main-Gebiet und an Vergleichsstandorten (Berlin, Köln, Stuttgart) laufende aktuelle Studie „NORAH“ abzuwarten und derzeit am Standort Hannover keine zusätzliche eigene
Studie zu initiieren. Mit Hinblick auf die fundamentale Aufgabe der Kommission „Lärmminderungsmöglichkeiten zu finden und hierfür Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen“ wurde diskutiert, welche Kennzahlen am besten geeignet sind, hier Ansätze zu verdeutlichen. Derzeit wird, neben der Auswertung der Beschwerden und der Beobachtung der allgemeinen Lärmentwicklung, u.a. die Strategie verfolgt, die drei Prozent der lautesten Flieger herauszufiltern, um hier mit den Betroffenen Airlines über mögliche Änderungen im Flugverhalten zu reden. Weitergehend
soll künftig auch ein Ansatz verfolgt werden, über die Lautstärke einzelner Flieger
im Verhältnis zu anderen Flugzeugen gleichen Typs zu diskutieren. Die Kommission
wird sich auf der kommenden Sitzung erneut über Kriterien unterhalten, die geeignet sind, Ansätze für eine aktive Lärmminderung zu liefern. Von mehreren Kommissionsmitgliedern wurde jedoch die Ansicht geäußert, dass letztendlich wohl nur eine stärkere lärmorientierte Staffelung der Start- und Landegebühren weiter führen kann.