Kommission gibt Empfehlung

Thema Lärmminderung am Flughafen

Die Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung durch Luftfahrzeuge für den Flughafen Hannover-Langenhagen – so der offizielle Name – hat die Aufgabe, die Luftaufsicht (Wirtschaftsministerium) und die Flugsicherung bei den Möglichkeiten zur Minderung der Lärm- und Luftbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafens zu beraten. Die Kommission hat sich bei ihrer dritten Sitzung in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit dem Flughafenentgelten im Lärmminderungskonzept des Flughafens Hannover-Langenhagen befasst. Seitens des Flughafens ist dazu mitgeteilt worden, dass es insgesamt in den letzten Jahren auch durch den Einsatz größeren Fluggerätes nicht zu einer stärkeren Lärmbelastung gekommen ist. Festzustellen ist, dass es in den letzten Jahren zu einem Anstieg bei den Nachtflugbewegungen gekommen ist. Allerdings ist das Niveau von 2007 nicht erreicht worden. Die Fluglärmkommission sieht diesen Anstieg allerdings kritisch. Unabhängig davon vertritt der Flughafen die Auffassung, dass abweichend von der Zahl der prognostizierten Flugbewegungen bis zum Jahr 2020 in der Nacht von 18.000 bislang nur 12.000 Bewegungen stattfinden.
Der Flughafen müsse sich dem Wettbewerb stellen und die Höhe der Flughafenentgelte hat mit einen entscheidenden Einfluss auf das Angebot der Airlines. Der Flughafen hat dargestellt, dass bei der Berechnung der Entgelte unterschiedliche Infrastrukturen Einfluss auf die Höhe der Entgelte nähmen. Für die Fluglärmkommission hat eine besondere Bedeutung das seit 2014 eingeführte lärmabhängige Ladeentgelt bei Tag und bei Nacht sowie das Schallschutzengelt. Bei dem aktuellen Entwurf für 2017 ist derzeit kein Beitrag für die Fluggesellschaften zum Ausgleich der Aufwendungen des Flughafens für die Maßnahmen zur Lärmreduzierung vorgesehen. Der Wegfall dieser Komponente wird mit dem geringen Mittelabfluss für Schallschutzmaßnahmen bei den Anliegern begründet. Um einer Verschiebung der Flugzeugtypen zu den lauteren Kategorien entgegenzuwirken, hat die Fluglärmkommission empfohlen, in den Folgejahren insbesondere für die Nacht eine kontinuierliche Erhöhung des Entgeltes vorzunehmen. Ferner wurde empfohlen, die Fluggesellschaften zu bitten, Fluggerät mit modernen und damit leiseren Triebwerken anzuschaffen - so der Bericht des Vorsitzenden der Fluglärmkommission Reinhard Grabowsky.