Komplettsanierung in 2012?

CDU-Fraktion stellt Antrag für das Haus der Jugend

Langenhagen (he). Ein Konzept für die Komplettsanierung des Hauses der Jugend am Langenforther Platz möchte die CDU-Fraktion im Jahr 2011 erstellt sehen. Dabei sei es das Ziel, so der Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer, die Sanierung in 2012 zu beginnen.
Der Erhaltungszustand des umgenutzten früheren Rathauses der Stadt ist den Christdemokraten seit längerem ein Dorn im Auge: „Bei Führungen durch das Gebäude, die bereits im vergangenen Jahr in Begleitung des Vereins für Sozialarbeit durchgeführt wurden, wurde schnell klar, dass sich das äußere Erscheinungsbild im Inneren fortsetzt“, erklärt Heuer.
Das Haus der Jugend ist seit 1985 Anlaufstelle für Jugendliche aus ganz Langenhagen. Hier haben zahlreiche Verbände, das Unabhängige Jugendzentrum (UJZ) sowie die städtische Jugendpflege ihren Sitz. Institutionen wie das Jobcafé, die Fahrradwerkstatt, die Mobile aufsuchende Jugendarbeit (MAJA) und das Café Monopol sind von dort nicht mehr wegzudenken, und auch viele Angebote für Kinder und Jugendliche, etwa im Rahmen der Ferieninsel oder des Ferienpasses, wären ohne das Haus der Jugend nicht machbar. „Leider kommt der Unterhaltungszustand des Gebäudes nicht mehr mit der Qualität der Angebote mit“, beklagt Mirko Heuer. Angefangen bei der Elektrik über die Sanitär- und Heizungsinstallation bis hin zur Gebäudehülle sei vieles in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Da sich die Einnahmen der Stadt mittlerweile wieder besser entwickelten als zunächst erwartet, sehen die Christdemokraten jetzt Spielraum für einen Sanierung. Bereits in ihrem Haushaltsbegleitantrag hatten sie gefordert, den Bereich Kinder und Jugend bei den Einsparungen nicht nur auszuklammern, sondern sogar mit weiteren Mitteln auszustatten.
„Diese Forderung setzen wir mit unserem Antrag für ein Sanierungskonzept für das Haus der Jugend jetzt um“, stellt Heuer fest. Um jedoch einem weiteren Ziel, dem ausgeglichenen Haushalt, nicht in die Quere zu kommen, soll eine Sanierung möglichst in Bauabschnitten vorgenommen werden. Zwar sei auch in der Vergangenheit schon hier und da etwas ausgebessert worden, aber eben nur da, wo es nicht mehr anders möglich gewesen sei.
Das Sanierungskonzept soll in den ersten Abschnitten zunächst die energetische Sanierung berücksichtigen, um so den Betrieb wirtschaftlicher zu machen. Bei der Erstellung des Sanierungskonzeptes sollen außerdem die Hauptnutzer, das UJZ und die städtische Jugendpflege, hinsichtlich ihrer Bedürfnisse eingebunden werden. „Dabei wünschen wir uns auch eine Überprüfung möglicher Nutzungserweiterungen durch eventuelle Umbaumaßnahmen“, beschreibt Heuer weitere Anforderungen seiner Fraktion an das Sanierungskonzept. Er wünscht sich darüber hinaus den Einsatz moderner Gebäudetechnik zu prüfen, hat dabei unter anderem elektronische Zugangssysteme sowie Gebäudeleittechnik im Hinterkopf.
Mit dem jetzt vorgelegten zweistufigen Antrag will die CDU-Fraktion auch den vom Rat beschlossenen Finanzrichtlinien Rechnung tragen – in diesem Jahr sollen die notwendigen Planungskosten für das Jahr 2011 angemeldet werden, die Planungen werden dann in 2011 erstellt und beraten um schließlich 2012 mit der Sanierung zu beginnen. „Auch wenn es unser Wunsch wäre, die Sanierung so schnell wie möglich zu beginnen, wollen wir doch die Finanzrichtlinien einhalten“, betont Heuer. Damit erneuert er die Kritik der CDU, diese Richtlinie werde von Rat und Verwaltung zu oft nur als gut gemeinter Hinweis betrachtet.