Konflikte im öffentlichen Nahvervehr

Radfahrer warten dringend auf Verbesserungen

Langenhagen (gg). Radfahrer, die ihr Fahrrad in Bussen und Bahnen mitnehmen wollen, müssen sich an Zeitbegrenzungen im Fahrplan halten. „Sonst ist ein happiges Verwarngeld von 40 Euro fällig“, so der Hinweis eines ECHO-Lesers. „An den Haltestellen ist kein Hinweis zu sehen, dass man werktags nur zwischen 9 bis 15 Uhr und ab 19 Uhr das Fahrrad mitnehmen darf. Auf diesen Hinweis stößt man erst, wenn man bereits in das Verkehrsmittel eingestiegen ist und auch genau weiß, wo man nach dem Hinweis suchen muss. Den findet man in der Stadtbahn vielleicht an jeder dritten Tür. Somit hat man keine reelle Chance, gegebenenfalls rechtzeitig wieder aussteigen zu können“, erklärt der Leser weiter. Einen Handlungsbedarf sieht die Region. Auf ECHO-Nachfrage bestätigt Pressesprecher Klaus Abelmann: „Durch die zunehmende Anzahl der Radfahrer wird sich die Konfliktsituation unter Mitreisenden eher noch verschärfen.“ Vorgesehen seien daher deutlichere Hinweise in und außerhalb der Fahrzeuge.
Auch der GVH hat hierbei seine Unterstützung zugesagt. Ulf Mattern, Geschäftsführer des GVH, sagt dazu: „Die Region wird die Möglichkeiten der verbesserten Fahrgastinformation noch einmal in den zuständigen Facharbeitskreis des GVH einbringen.“ In der Region Hannover sorgen derzeit fünf Verkehrsunternehmen für den öffentlichen Nahverkehr: Die Busse und Bahnen der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG fahren in der Stadt Hannover und in einigen angrenzenden Städten und Gemeinden. Die Fahrzeuge der RegioBus Hannover GmbH verkehren vor allem im Umland, einige Linien aber auch bis ins Zentrum von Hannover. Die DB Regio AG sorgt mit ihrem Regional- und S-Bahnnetz für schnelle Verbindungen in der Region. Die metronom Eisenbahngesellschaft mbH fährt mit ihren Zügen auf der Strecke Uelzen-Hannover-Göttingen. Die erixx GmbH bedient das sogenannte Heidekreuz auf dem Streckenabschnitt Walsrode bis Hannover und von Hannover bis Derneburg und weiter nach Bad Harzburg. Alle Verkehrsunternehmen halten Anteile am Verbund, der Großraum-Verkehr Hannover GmbH (GVH). Größter Gesellschafter und alleiniger Auftraggeber ist die Region Hannover.