Konzentriert, zuverlässig und freundlich

Die Schicht ist zu Ende, der Wagen ist leer. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks und Udo Tiemann, ihr Fahrer und Kollege für einen Tag. (Foto: D. Lange)

Caren Marks macht Erfahrungen bei UPS-Hospitation

Langenhagen (dl). Einmal mit dem Paketzusteller von UPS auf seiner Tour durch die Stadt oder mal bei Edeka für einen Tag hinter der Fleischtheke stehen. Ob im Bauhof Garbsen, im Sozialkaufhaus oder der Langenhagener Tafel: für die Bundestagsabgeordnete der SPD, Caren Marks nutzt die sitzungsfreie Zeit im Sommer dazu nutzen, um in Betrieben und Einrichtungen in ihrem Wahlkreis tageweise mitzuarbeiten. Für sie sei es wichtig, durch diese Tagespraktika tiefere Einblicke in die Arbeitswelt und in die Abläufe in den Betrieben zu erhalten und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, um daraus neue Anregungen für ihre eigene politische Arbeit mit nach Berlin zu nehmen. „Umgekehrt biete ich auch gerne an, meine Arbeit in Berlin kennen zu lernen“, sagt sie. Die Idee zu einem Fahrerpraktikum beim Paketdienst UPS am Rehkamp entstand 2013 bei einer Betriebsbesichtigung des Logistikunternehmens. Der nach eigener Aussage weltweit größte Paketdienst mit Hauptsitz in Atlanta (USA) und führender Anbieter für Supply-Chain Dienstleistungen – gemeint ist damit die Lieferkette bis zum Endkunden - beschäftigt allein am Standort Langenhagen 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend in Vollzeitanstellung. Damit ist UPS in Langenhagen nicht nur das Zustellzentrum für die Region Hannover und darüber hinaus, sondern gleichzeitig auch Drehscheibe und wichtigster Umschlagplatz für den firmeneigenen, überregionalen Fernverkehr. Der Tag ihrer Hospitation bei UPS begann für Marks um 7.30 Uhr mit dem Einkleiden und dem obligatorischen Morgengespräch. Diese kurzen Gesprächsrunden widmen sich in der Regel dem geplanten Tagesablauf, allgemeinen Infos zum Thema Service sowie Inhalten aus den Bereichen Sicherheit am Arbeitsplatz. Ihre Zustelltour führte Marks gemeinsam mit Udo Tiemann, ihrem Fahrer und Kollegen für einen Tag, in die Innenstadt von Hannover, wo sie überwiegend Ladengeschäfte und Ärzte, in der Mehrzahl Zahnärzte, belieferten. Die Reaktionen der Kunden auf die „neue“ Kollegin fielen durchaus unterschiedlich aus. Sie begegneten ihr teils mit Erstaunen, manchmal ungläubig, aber immer mit viel Zustimmung für ihr Vorhaben. Einige werden sie wohl auch erkannt haben. „Die Arbeit war schon anstrengend“, fasst sie den Tag zusammen. „Man muss konzentriert sein bei der Zustellung, dabei natürlich zuverlässig und freundlich. Mir geht ja es bei diesen Betriebspraktika darum, die tägliche Arbeit der Menschen kennen zu lernen und um die Wertschätzung ihrer Tätigkeiten.“