Kopfzerbrechen im Betriebsausschuss

Ein 50-Meter-Becken wie im Kasseler Auebad wird in Langenhagen nicht geben – die laufenden Energiekosten seien einfach zu hoch.Foto: O. Krebs

Jens Mommsen attackiert Verwaltung weiterhin

Langenhagen (ok). Jens Mommsen bleibt auch als BBL-Mann nach dem Wahlkampf seiner Linie treu, hakt kräftig nach und erwartet von der Stadtverwaltung Klartext. Jüngstes Beispiel: Zum wiederholten Male zweifelte Mommsen an, dass die Kostengrenze von 27 Millionen Euro fürs neue Schwimmbad an der Theodor-Heuss-Straße eingehalten werden; gerade, weil die Heizungsanlage noch nicht mit eingerechnet sei. Stadtbaurat und Betriebsleiter Carsten Hettwer versuchte zu verdeutlichen, dass es noch genügend Puffer gebe – es sei mit "süddeutschen Preisen" kalkuliert worden und auch das Saunahaus sei lediglich optional. Außerdem kritisierte der Hainhäuser, dass es keine "Risikoanalyse" gegeben habe; eine Bauverzögerung könne ja richtig Geld kosten. Hettwer antwortete leicht genervt, dass es nicht für jeden verzögernden Zeitraum einen Plan B geben könne. Nachgefasst wurde auch in Sachen wasserrechtlicher Genehmigung und trotz der geäußerten Bedenken – gerade aus dem anliegenden Gebiet Neue Bult – sieht Hettwer in der Genehmigung keine Probleme. Für Juli istv ein so genanntes Hearing geplant. Einiges Kopfzerbrechen bereiteten den Mitgliedern des Betriebsausschusses des Eigenbetriebes Bad die Bohrrechte des Flughafens, die Auswirkungen bis auf das Gelände an der Theodor-Heuss-Straße haben könnte. Auf Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Mirko Heuer machte Hettwer deutlich, dass die Stadt Langenhagen darüber vom Landesbergbauamt nicht infomiert werden müsse. Der designierte Bürgermeister Mirko Heuer nahm schon einmal eine moderierende Funktion ein, versuchte die Prüfung regenerativer Energien noch einmal in den Vordergrund zun stellen. Die Investitionskosten könnten durchaus noch steigen, wenn im Gegenzug die laufenden Kosten sinken würden. Heuer: "Deckungsbeitrag eins steigt, Deckungsbeitrag 2 sinkt." Jens Mommsen pflichtete ihm bei; Matthias Gleichmann (SPD) dagegen sieht das Ende der Fahnenstange erreicht.