Kostenreserve ermöglicht Investition

Blick in die Zukunft: der Architektenentwurf zum neuen Schwimmbad.

Schwimmbad bekommt Marketing und neues Energiekonzept

Langenhagen (gg). Die Tagesordnungspunkte Namensfindung und Energiekonzept wurden in der jüngsten Sitzung des Schwimmbad-Betriebsausschusses beraten.
Auf zwei Dutzend Seiten Papier legte die Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen (GMF) dem Gremium „Überlegungen und Wege zur Namensfindung“ vor. Langenhagens Leitbild wird darin ebenso analysiert wie die Lage im Stadtpark. Klar ist, dass es nur um Marketing geht. Das neue Schwimmbad soll ein gutes Image bekommen und möglichst viele Besucher anziehen, die Eintrittsgeld bezahlen. Die GMF setzt beim Marketing auf Bürgerbeteiligung, will sich auch an Schulen und Kitas wenden – die clevere Methode, denn wer sich Gedanken um den zukünftigen Namen des Schwimmbades macht, wird sich damit auch positiv identifizieren. Untermalt wurde diese Strategie mit einer Visualisierung des Architektenentwurfs. Ein Video ermöglicht den virtuellen Gang durch das neue Bad, dieses ist für jedermann zugänglich im Internet auf www.langenhagen.de. Ob das neue Schwimmbad in Zukunft PaBaLa (Parkbad Langenhagen), Langenbad oder Tribella (Freizeit, Sport, Sauna) heißt, wird letztlich egal sein, denn es ist nur ein austauschbarer Name, der eine PR-Kampagne schmücken wird.
Eine wichtige Entscheidung gab der Ausschuss zum Thema Energiekonzept. Einstimmig beschlossen wurde eine Änderung, nach der das bisher favorisierte Contracting-Modell aufgegeben wird und stattdessen die Wärme- und Stromversorgung als eigene Investition verwirklicht werden soll. Hintergrund ist ein Entscheidungsspielraum durch eine Kostenreserve. Im laufenden Vergabeverfahren wurde eine Unterschreitung der im Voraus kalkulierten Kosten erreicht – es geht um rund eine halbe Million Euro. Nun gibt es also einen neuen Investitionsspielraum, der genutzt werden soll, um mit eigener Technik die zukünftigen Betriebskosten gleich auf einem niedrigeren Niveau zu halten. Die Eigenfinanzierung des Blockheizkraftwerks, des Kessels, des Pufferspeichers und des Gasanschlusses soll zu einer jährlichen Kosteneinsparung von rund 30.000 Euro brutto gegenüber der Contracting-Variante führen. Alle Fraktionen betonten den Wunsch, die Nachrüstung von Photovoltaik- und Solarthermie-Technik in den laufenden Plänen nicht außer Acht zu lassen.