Kräfteverhältnis wie erwartet geklärt

Fußball-Ballett mit Ball gab es beim Wettkampf um den Stadtpokal häufig zu sehen. (Foto: D. Lange)

Landesligisten machten das Spiel um den Stadtpokal unter sich aus

Engelbostel (dl). Es war ein überschaubares Teilnehmerfeld mit vier Mannschaften im Turnier um den traditionsreichen Langenhagener Stadtpokal, einschließlich des Gastgebers und Ausrichters des Turniers, dem MTV Engelbostel-Schulenburg. Der SCL war diesmal nicht mit am Start. Der amtierende Pokalsieger, der TSV KK behielt im Finale des Turniers mit einem knappen 1:0- Sieg gegen den TSV Godshorn die Oberhand und konnte damit seinen Titel verteidigen. In der Vorrunde reichte den Krähen gegen den Gastgeber MTV Engelbostel ebenfalls ein 1:0, während der TSV Godshorn den Vierten im Bunde, die DJK Sparta Langenhagen schon sehr deutlich mit 6:0 abfertigte. Im Spiel um Platz Drei musste sich Sparta mit 2:4 letztlich auch dem MTV Engelbostel geschlagen geben. Insofern entsprach die Reihenfolge durchaus dem allgemeinen Kräfteverhältnis. Mit Engelbostel und Sparta standen zwei Mannschaften aus der Kreisliga auf dem Platz, während der TSV KK und der TSV Godshorn in der Landesliga unterwegs sind. So war es ein Finale, das die beiden, vom spielerischen Niveau her gesehen gleichwertigen Landesligisten unter sich ausmachten. Die zeitweilig recht emotional geführte Partie war auf beiden Seiten geprägt von etlichen Torchancen, die aber mit einer Ausnahme alle nicht zu einem Treffer führten. Erst eine Viertelstunde vor Schluss vermochte Sebastian Helms für das Krähen-Team von Trainer Ingo Trebing das lang ersehnte und letztlich spielentscheidende Tor zu erzielen. In den letzten Minuten hatte Godshorn mit ein, zwei fast sicheren Chancen noch den Ausgleich auf dem Fuß. Nach dem Abpfiff der Partie bestand bei beiden Mannschaften wohl noch einiges an Diskussionsbedarf, so dass der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Döhner den Sieger-Pokal erst mit etwas Verspätung an Adrian Zimmermann, Mannschaftsführer der Krähen übergeben konnte. Soweit die aktuelle Ausgabe des Turniers, dessen Attraktivität offenbar nachgelassen hat, auch wenn die Spiele der vier teilnehmenden Mannschaften durchwegs guten Sport geboten haben. Über die Gründe wird zu reden sein. „Bevor der Stadtpokal in der sportlichen Bedeutungslosigkeit versinkt, müssen wir Ideen entwickeln, den Pokal wieder attraktiver zu gestalten“, appellierte der MTV Vereinsvorsitzende Hans-Herrmann Roggendorf an die städtischen Vereine. „Andere Städte machen ein richtiges Event daraus“, meint Roggendorf und schlägt vor, die jeweiligen A- und B-Jugend- als auch die zweiten Mannschaften mit einzubeziehen, zumal es in Langenhagen nur fünf Fußball spielende Vereine gibt. Beim Sportring und bei den politisch Verantwortlichen der Stadt stoßen Roggendorfs Vorschläge jedenfalls auf offene Ohren, sodass der Ball jetzt bei den Vereinen liegt, die Roggendorf in dieser Sache an einen Tisch bringen will.