Kreativität war gefragt

Nancy (von links), Victoria und Aliyah aus der fünften Klasse vor ihrem Bücherschrank. (Foto: D. Lange)

13. Jahrgang an der IGS präsentierte sein Seminarfach

Langenhagen (dl). Nach den Sommerferien stand für die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs in der IGS das Thema exemplarisches Projektmanagement auf dem Programm. Die Aufgabe lautete: Wählt ein aktuelles Thema und setzt es um in ein präsentierfähiges Projekt. Eine Aufgabenstellung also, wie sie auch im betrieblichen Alltag häufig zu finden sein dürfte. Sei es zur optimalen Lösung auftretender Probleme, zur Ausarbeitung von Hilfsprogrammen oder in Form einer Produktpräsentation. Anders als dort allerdings sollten die einzelnen Seminarfach-Projekte nicht miteinander konkurrieren. Sieben der insgesamt 30 Projektgruppen dokumentierten den Werdegang ihres Projekts auf filmische Weise und stellten das fertige Video den anderen Schülern auf der Leinwand vor. Die anderen 23 Gruppen zeigten ihrerseits ihr Ergebnis in Form von Infoständen im Foyer der Aula. Die gestellte Aufgabe erforderte von der ersten Idee bis zur fertigen Präsentation selbstständiges Arbeiten im Team und eine gewisse Flexibilität für den Fall, dass sich das ursprüngliche Vorhaben in der gewünschten Form als nicht durchführbar herausstellen sollte, was das eine oder andere Mal durchaus vorkam. Dann war Kreativität gefragt bei der Suche nach alternativen Lösungen. Auch wenn ein großer Teil der präsentierten Themen unter einem Sammelbegriff zusammengefasst werden konnte wie etwa das Thema Flüchtlingshilfe, so führte doch die kreative Auseinandersetzung mit ganz unterschiedlichen Inhalten zu ebenso vielfältigen wie interessanten Ergebnissen. Eine Gruppe etwa befasste sich mit dem Für und Wider einheitlicher Schuluniformen. Eine andere führte in Kooperation mit der Johanniter Unfallhilfe Interviews mit Flüchtlingen in Langenhagen über ihre Erfahrungen und die Gründe ihrer Flucht aus ihrer Heimat. Die Schülerinnen und Schüler der Sprachlernklasse des Gymnasiums profitierten beispielsweise sehr vom Engagement einer der Projektgruppen. Diese bot den Schülern an, unter ihnen nicht nur Kinder von Migranten, sondern auch Deutsche, bei den Hausaufgaben zu helfen, was bei vielen von ihnen am Ende zu einer deutlichen Leistungssteigerung führte. Isa Viricz, Abiturientin der IGS und am Projekt beteiligt, sagte: „Wir freuen uns darüber, dass wir mit unserer Hausaufgabenhilfe auch was bewirkt haben. Deshalb suchen wir Nachfolger für das Projekt, vielleicht auch mit anderen Schwerpunkten zur thematischen Erweiterung. Uns jedenfalls hat es viel Spaß gemacht.“. Auch Nancy, Victoria und Aliya aus der fünften Klasse haben mitgeholfen, ein nachhaltiges Projekt zu verwirklichen. Unweit der Cafeteria der IGS wird künftig ein Bücherschrank stehen, den die Schülerinnen der Dreizehnten besorgt und die drei Mädchen aus der Fünften mitgestaltet haben. Nach dem Vorbild der öffentlichen Bücherschränke kann sich künftig Jeder in der Schule kostenlos ein Buch ausleihen. Er oder sie wird allerdings gebeten, seinerseits ein Buch einzustellen und die ausgeliehenen Exemplare sorgsam zu behandeln, um sie später wieder zurückzubringen. Ein Prinzip auf Vertrauen und Gegenseitigkeit also.