Kreyen Wisch nimmt Wunschform an

Der NABU Langenhagen setzt sich für die Artenvielfalt ein, wie beispielsweise für den Erhalt des Hauhechel-Bläulings. (Foto: R. Stankewitz)
 
Die Arteninventur auf der Projektfläche Kreyen Wisch ist eine der nächsten NABU-Aktionen. (Foto: K. Woidtke)

NABU-Versammlung zeigte polisitve Bilanz auf

Langenhagen. Begleitend zur NABU-Mitgliederversammlung stellte der zweite Vorsitzende Gunter Halle den aktuellen „Vogel des Jahres“ in einer reich bebilderten Präsentation vor. In diesem Jahr brachte er den Gästen das Leben der Stare anschaulich näher. Im Anschluss folgte der offizielle Teil der Versammlung, bei dem der erste Vorsitzende Ricky Stankewitz einen Rückblick über die Naturschutzprojekte der letzten 17 Jahre gab. Dabei wurden die Erfolge im Kleingewässerschutz sowie das gemeinsam mit der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen durchgeführte Schwalben- und Mauerseglerschutzprojekt am Oertzeweg besonders hervorgehoben.
Ricky Stankewitz erläuterte die Investitionen des Naturschutzbundes seit seiner Gründung im Jahr 2001: „Wir haben in den letzten 17 Jahren fast 250.000 Euro in Naturschutzmaßnahmen investiert. Würde man alle ehrenamtlich geleisteten Stunden hinzurechnen, wäre die Summe vermutlich doppelt so hoch. Wir können stolz darauf sein, dass es durch unsere Projekte gelingt, gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu erhalten." Dabei richtete Ricky Stankewitz seinen besonderen Dank an die aktiven Helfer, ohne deren Unterstützung diese Erfolge undenkbar wären und an die Mitglieder, die der Stimme des Naturschutzes durch ihre Mitgliedschaft Gewicht verleihen.
Die Aktionen der Rudi Rotbein Gruppe stellte Silke Brodersen vor und berichtete lebhaft von den elf im Jahr 2017 durchgeführten Terminen für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Erstmals präsentierten Vorstandsmitglieder der NAJU ihren eigenen Jahresbericht. Gemeinsam berichteten Insa Brodersen, Anja Kolb, Felix Hartmann und Dominik Meyer von den Aktionen der NAJU, die im September 2017 flügge wurde und jetzt einen eigenen Jugendvorstand hat. Im vergangenen Jahr beschäftigte sich die NAJU mit der biologischen Vielfalt und kartierte in verschiedenen Gebieten in Hannover und Langenhagen Heuschrecken. Diese Kartierung fand im Rahmen des von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes "Heuschrecken als Bioindikatoren" statt.
Georg Obermayr, Schriftführer im NABU-Ortsverein, stellte die politischen Naturschutzthemen des letzten Jahres vor. Er berichtete über die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes und viele weitere Themen, die im Stadtplanungs-, Bau-, und Umweltausschuss behandelt wurden.
Die Internetseite des NABU Langenhagen wurde von Webmaster Jürgen Koch neu gestaltet und ist seit Februar 2018 unter www.nabu-langenhagen.de zu erreichen. Für die damit verbundene Arbeit bedankte sich Ricky Stankewitz herzlich. Mit 924 Mitgliedern ist die Mitgliederentwicklung des Vereins nur leicht rückläufig. Einnahmen von 15.467 Euro und Ausgaben von 12.021 Euro machten das Jahr 2017 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr für den NABU Langenhagen. Im Ausblick für 2018 kündigte Ricky Stankewitz die Fortführung des Projektes "Für einen Strich mehr in der Landschaft" an, das die erfolgreiche Wiederansiedlung der Kreuzkröte in Langenhagen bis zum Jahr 2021 zum Ziel hat. Im August 2018 ist eine erste Arteninventur auf der NABU Projektfläche Kreyen Wisch in Krähenwinkel geplant.
Nach dem Bericht der Kassenprüfer erfolgte, bei Enthaltung des Vorstandes, die einstimmige Entlastung des Vorstandes. Bei den anschließenden Wahlen wurden Wilhelm Zabel erneut einstimmig als Kassenwart und die Delegierten für die Vertreterversammlung des NABU Landesverbandes Niedersachsen gewählt. Zum Ende der Mitgliederversammlung bedankte sich Ricky Stankewitz bei den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und das Interesse an der Arbeit des NABU Langenhagen.