„Kuddelmuddel auf der Brinker Straße“

Bisher radeln Schulkinder auf der Fahrbahn der Brinker Straße. Mit dem Ausbau soll es Sicherheit auf Aufstellflächen geben.

Straßenausbau nach zweijähriger Diskussion beschlossen

Langenhagen (gg). Sollten 75.000 Euro als Straßenbau-Investition gespart werden, wenn sich für Verkehrsteilnehmer damit keine Verbesserung einstellt? Ja, meint Ute Biehlmann-Sprung (CDU) bei ihrer Stellungnahme in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses zur geplanten Maßnahme auf der Brinker Straße, westlich der Vinnhorster Straße. Sie überbringt damit auch das Votum des Godshorner Ortsrates, der sich ebenfalls gegen den Geh- und Radweg-Ausbau ausgesprochen hat, der seit zwei Jahren mit verschiedenen Varianten diskutiert wird. „Das ist lange genug, nun haben wir einen guten Kompromiss vorliegen“, so der Tenor der SPD- und Grünen-Fraktion, die mehrheitlich für die Baumaßnahme votierten, auch um mehr Sicherheit für Schulkinder auf dieser Strecke herbeizuführen.
Der vorhandene Geh- und Radweg auf der Nordseite der Brinker Straße soll bei einer Länge von circa 90 Metern zu einem Rad- und Gehweg (zwei Richtungen) auf 3,50 Meter verbreitert werden. Hier muss die vorhandene Winkelstütze mit einer Länge von 55 Metern versetzt werden. Der südliche Gehweg mit einer Länge von 25 Metern soll verbreitet und als benutzungspflichtiger Geh- und Radweg angeordnet werden. Ab dem Ende der Rad- und Gehwege wird Tempo-30-Zone angeordnet. Der markierte Schutzstreifen auf der Fahrbahn an der Nordseite ermöglicht den Radfahrern, die Bordabsenkung zu nutzen und vom Rad- und Gehweg auf die Fahrbahn zu fahren.
Der markierte Schutzstreifen auf der Fahrbahn und der geplante Geh- und Radweg auf der Südseite ermöglichen ebenso dem Radfahrer an der Stelle, wo der Bord abgesenkt ist, die Straßen zu überqueren. Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes der Fahrbahn in diesem Bereich ist eine Sanierung der Fahrbahn vorgesehen.
Rechtlich geprüft wird in den nächsten Wochen ein Vorschlag von Grünen-Ratsherr Dirk Musfeldt, der sich für Radfahrer eine freie Wahl wünscht, sodass sie entweder die Fahrbahn oder den kombinierten Geh-Radweg benutzen können. „Das ist Kuddelmuddel und ist zu verhindern“, schränkte der Kontaktbeamte Dirk Schell seitens der Polizei ein.