Kuddelmuddel oder harmonisches Treffen?

BU: Der neue Vorstand will die Vergangenheit hinter sich lassen und in die Zukunft schauen (von links):Jan Waldhecker, Günter Sachs, Birgit Ehlers-Ascherfeld, Bettina Reimann, Manuela Aufermann, Bernd Niebuhr, Petra Ostermann und Lothar Klein.Foto: O. Kre

Stadtmarketing-Verein offenbart bei Mitgliederversammlung einige Baustellen

Langenhagen (ok). Zugegeben – vor dem Hintergrund der Ränkespiele der vergangenen Monate mit den Rücktritten des Vorsitzenden Horst-Dieter Soltau und des Finanzvorstandes Gerd Melf als traurigen Höhepunkten ist das Wort „harmonisch“ vielleicht richtig gewählt. So jedenfalls der Tenor der offiziellen Presseeerklärung des Vereins über die Mitgliederversammlung. Anders betrachtet kann der Verlauf der Sitzung in weiten Teilen norddeutsch vornehm aber auch als „Kuddelmuddel“ ausgelegt werden. Denn, was bitteschön, solte die Frage des Vorstandsmitglieds Birgit Ehlers-Ascherfeld, ob die Presse bei der – wohlgemerkt öffentlichen – Sitzung ausgeschlossen werden solle. Eine Anmerkung, die im Sinne demokratischer Strukturen allerdings verneint wurde. Und dann kam der große Auftritt des ehemaligen Vorsitzenden Horst-Dieter Soltau, der seinen ganzen Mut zusammennahm und bei der richtungsweisenden Wahl eines Beisitzers auf geheime Abstimmung drängte.Ein Wunsch, dem die Versammlung gern nachkam, hatten die meisten sich an dem Abend sicher nichts anderes vorgenommen. Die Rücktritte der Vorstandsmitglieder Udo Püschel und Walter Pohl und Unsicherheiten über einen Finanzrücklage von 20.000 Euro fürs Finanzamt rundeten den teilweise unorthodox verlaufenden Abend ab. Das Ende vom Lied: Einen neuen Vorsitzenden gibt es nicht, dafür aber mit Bettina Reimann, Birgit Ehlers-Ascherfeld, Petra Ostermann und Günter Sachs vier gleichberechtigte Stellvertreter. Ihnen zur Seite stehen die vier Beisitzer Manuela Aufermann, Lothar Klein, Jan Waldhecker und Bürgermeister Friedhelm Fischer, der Von Bernd Niebuhr vertreten wurde.
In einer kämpferischen Rede machte Bettina Reimann deutlich, dass Stadtmarketing sich lange genug ausprobiert habe, Langenhagen sich vor allen Dingen für die jüngere Zielgruppe positionieren, die Stadt im Ringkampf uim die Einwohner gerade für jüngere Familien positionieren müsse. „Wir brauchen ein Zukunftsmarketing für Langenhagen“, so Bettina Reimann, die davon ausgeht, dass der Verein in zwei bis drei Jahren professionelle Unterstützung brauche. Jedes der Mitglieder müsse seinen Platz in der praktischen Arbeit und damit auch in den Arbeitskreisen finden, von denen noch ztusätzliche ins Leben gerufen werden sollen. „Wir brauchen ein tragfähiges Konzept aller Akteure, das Langenhagen ein Stück besser macht.“ Die Zusammenarbeit mit Vereinen, Verwaltung und Wirtschaftsklub soll intensiviert werden, auf Internetportalen Angebote für die Stadt gemacht werden. Auch das Thema Merchandising gewinne an Bedeutung, Langenhagen solle sichtbar auf Kaffeetasse, Kugelschreiber und Schlüsselanhänger stattfinden.