Künstlerisch und kreatives für die Allerjüngsten

Die Kursleiterinnen der Jugendkunstschule Kerstin Jacob und Daniela Großkord zeigten zusammen mit Krippenleiterin Caren Holstein-Lemke (v. l.) die ersten Werke der Kinder aus dem Kooperationsprojekt. Foto: L. Irrgang (Foto: Foto: L. Irrgang)

Kooperation von Krippe und Jugendkunstschule ermöglichen künstlerische Förderung

Mellendorf (ig). Ein gutes Jahr gibt es die Krippe der evangelischen Kirchengemeinde in Mellendorf in den Räumen des Gemeindehauses, nun stellte deren Leiterin Caren Holstein-Lemke zusammen mit Kursleiterinnen der Jugendkunstschule Wedemark ein Gemeinschaftsprojekt vor. Eine Kooperation mit der Jugendkunstschule ermöglicht seit gut einem Monat künstlerische Erfahrung für die Krippenkinder. „Für ein halbes Jahr findet dieses Projekt für die Kinder statt, die älter als zwei Jahre sind“, erklärte Holstein-Lemke. Ermöglicht wurde das Kooperationsprojekt durch Spenden, „und das nicht nur von Eltern, deren Kinder in der Krippe sind, sondern auch durch zahlreiche Spenden von außerhalb.“ Durch dieses Projekt wolle man dem kleinen Kind Freude und Genuss am schöpferischen Tun bereiten, erklärten die anwesenden Kursleiterinnen der Jugendkunstschule Kerstin Jacob und Daniela Großkord. Die Idee zu dem Projekt sei in dem regelmäßig stattfindendem Krippencafé entstanden, bei welchem sich die Eltern der Krippenkinder austauschen. Dieses Krippencafé diente vergangenen Montag auch der Vorstellung der ersten fertigen Werke der Kinder, welche in den ersten vier Wochen der Kunstprojektes entstanden sind. „Diese Projekt ist auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Rechts auf Kunst und Kultur, welches jedes Kind hat“, erklärte Holstein-Lemke vor den zahlreichen unterschiedlichen Werken der Kinder. Die Kooperation in der Krippe ermögliche zudem nicht nur eine Förderung einzelner, „sondern umfassend für eine komplette Altersgruppe in der Krippe, und das war uns sehr wichtig.“ Erste Erfahrungen mit Kunst seien sehr wichtig, „denn so lernt auch ein Kind auch, durch Kunst Emotionen zum Ausdruck zu bringen.“
Zudem schaue man nicht auf die Ergebnisse der Arbeiten, „wir schauen vielmehr auf die kreative Arbeit der Kinder“, erklärte Kursleiterin Jacob. Die Jugendkunstschule habe bislang Kurse für Kinder ab drei Jahren angeboten, und aus diesem Grund sei das Projekt für die gut zwei Jahre alten Krippenkinder schon ein Pilotprojekt. Praktisch arbeite man mit Spiegeldruck, Leuchtpunkten und es entstehen auch mit Hilfe von gefärbten Eiswürfeln Schwarz-Weiß-Eisbilder. Schon früh sei das Erkennen der Zusammenhänge zwischen der Bewegung der Hände und der Schmierspur für die Kinder erkennbar, ein positives Gefühl für die Kinder stelle sich dann schnell ein, machten die Kursleiterinnen den bei dem Krippencafé anwesenden Eltern bei der Präsentation der ersten künstlerischen Arbeiten der Krippenkinder deutlich. „Schmieraktivitäten junger Kinder sind ein Zeichen für sich herausbildende Fähigkeiten.“