Kulturring feierte sich selbst

Es soll weitergehen: Gratulation von Ortsbürgermeister Willi Minne (links) zum 50. Geburtstag des Kulturrings an Detlef Euscher. (Foto: G. Gosewisch)

Empfang und Musik zum 50. Geburtstag

Godshorn (gg). Als einen „wichtigen Mosaikstein im Godshorner Gemeinschaftsleben“ beschreibt Detlef Euscher den Kulturring, für den er seit rund zwölf Jahren im Vorstand die Geschicke führt, und er übertreibt damit beim Jubiläumsempfang zum 50-jährigen Bestehen keineswegs. Dorffeste mit Tanzabenden, mit Jahrmärkten, mit musikalischen Weltreisen, mit Varieté oder mit Cabaret und zudem viele sportliche Wettkämpfe um den Dorfpokal hat der Kulturring in den vergangenen fünf Jahrzehnten in Godshorn auf die Beine gestellt, hat damit selber Zeitgeschichte geschrieben und die Gemeinschaft gepflegt. Soziales Engagement ging immer mit einher. So wurden bei jeder Veranstaltung Spenden für Einrichtungen oder spezielle Förderungen gesammelt. Begünstigt wurden verschiedene Godshorner Vereine, Jugendabteilungen, aber auch internationale Hilfsaktionen. Jüngst wurde die Grundschule Godshorn mit 500 Euro und die Gemeinde Zum Guten Hirten mit 400 Euro für die Vermittlung von Hilfe für eine an Epilepsie leidende Person begünstigt.
Deutlich größer fällt die Würdigung des bisherigen ehrenamtlichen Engagements in den Grußworten aus. So betonte Willi Minne als Ortsbürgermeister: „Alles Schöne lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht.“ In seiner Festrede erklärte der bekannte Kabarettist Matthias Brodowy: „Hier findet unter den Menschen, im Team, unter den Helfern Herz und Kommunikation statt. Kultur sollte nichts Abgehobenes sein, sondern wie hier aus dem richtigen Leben entstehen.“ Brodowy steht wie viele andere namhafte Künstler regelmäßig auf der Kleinkunstbühne des Kulturrings, nicht selten werden Premieren geboten. Noch am selben Abend begeisterte die Kabarettistin Simone Solga das Publikum mit ihrem neuen Programm „Im Auftrag Ihrer Kanzlerin“. Die Langenhagener Gruppe Tonjuwelen sorgte für kurzweilige musikalische Unterhaltung.
Leise Töne gab es nebenbei. So erklärte Detlef Euscher im Gespräch mit dem ECHO, was er sich für die Zukunft des Kulturrings wünscht: „Alles soll so weitergehen, im Dorfgemeinschaftshaus ist es ideal. Es ist viel zu organisieren und zu finanzieren – Gema-Gebühren, Gagen und vieles mehr. Hoffentlich lassen uns die Sponsoren nicht im Stich.“