Kunst als Therapie

Angebot für traumatisierte Flüchtlingsfrauen

Langenhagen. Im März beginnt ein offenes Angebot für Flüchtlingsfrauen, die im Laufe ihres Lebens oder auf dem Weg nach Deutschland traumatische Erfahrungen gemacht haben - eine Initiative des Ophelia Beratungszentrums.
Traumatische Erfahrungen können jede Art erlebter Gewalt umfassen. Diese Vorkommnisse graben sich tief in Herz und Seele. Damit verbundene Gedanken und Bilder können die Betroffenen nicht zur Ruhe kommen lassen. Hinzu kommt vielleicht das Gefühl, in einem fremden Land alleine zu sein und Heimat und Familie zu vermissen. All dies kann betroffene Frauen traurig, kraftlos und unsicher machen und raubt ihnen Lebensmut und Energie.
Ophelia als Langenhagener Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung schafft mit dieser Gruppe einen Raum, der Flüchtlingsfrauen durch Malen und Gestalten die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen ermöglicht. Dabei kommt es weniger auf Kunstverständnis oder Können an, es geht eher um freies Gestalten in einem geschützten Bereich. Auch das Beherrschen der deutschen Sprache ist zunächst nebensächlich, denn die Verständigung kann mithilfe der gemalten Bilder oder auf andere kreative Art erfolgen.
Die Koordinierung dieses Hilfsangebots für traumatisierte Flüchtlingsfrauen erfolgt zusammen mit der Langenhagener Sozialberatungsstelle; das Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Langenhagen bietet eine Kinderbetreuung an. Veranstaltungsorte der Gruppe sind im Wechsel Räume der Stadt Langenhagen und die Räume des Ophelia Beratungszentrums. Für teilnehmende Flüchtlingsfrauen fallen keine Kosten an. Weitere Informationen im Internet: www.ophelia-langenhagen.de.