Kunst mit Pflanzen ausprobiert

Zufrieden waren die Kinder und ihre Betreuer, Noor Mertens (Leiterin des Kunstvereins), und Kunstvermittler Philipp Valenta (hinten rechts) mit dem fertigen Beet. Das Moos-Graffiti an der Wand sollte noch größer werden. (Foto: D. Lange)

Ferienangebot im Kunstverein mit Moos-Graffiti

Langenhagen (dl). Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, die gestalterisch mit Pflanzen arbeiten und aktiv sein wollten, waren mit dem Workshop des Kunstvereins angesprochen, den dieser im städtischen Ferienprogramms angeboten hatte. Der Kunstverein stellte dafür eine bisher unbewachsene Fläche neben dem Ausstellungsgebäude zur Verfügung, das für die vorgesehene Bepflanzung aber erst einmal vorbereitet, sprich: umgegraben werden musste. Keine leichte Arbeit für die Kinder, die danach auch ziemlich geschafft waren, aber dennoch ihren Spaß hatten. Unter Anleitung der Kunstvermittler Patricia Heumüller und Philipp Valenta sowie der Leiterin des Kunstvereins, Noor Mertens, suchten die Teilnehmer nach einem vorher ausgearbeiteten Konzept die Pflanzen aus, nicht ohne dabei auch deren Standortbedürfnisse hinsichtlich Licht- und Pflegebedarf zu berücksichtigen. Die einzelnen Pflanzen, darunter Blumen, kleine Stauden und Bodendecker, aber auch Gemüse wie Kohlrabi oder Möhren wurden nach dem Pflanzen an ihren Standorten beschriftet und zusätzlich bastelten die Kinder Dekorationen in Form kleiner Windräder auf den Beeten. Für die leere Wand des Ausstellungsgebäudes hatte sich die Gruppe was Besonderes ausgedacht. Sie mixten aus Moos, Bier, Buttermilch und Joghurt eine Nähr-und haftlösung, mit der die Kinder dann grafische Strukturen, Bilder von Pflanzen und chinesische Schriftzeichen an die Wand malten. Sogenannte Moos-Graffiti, das mit Hilfe der Haftlösung auf dem rauen Putz an der Wand durchaus reelle Wachstumschancen besitzt, wenn es feucht und schattig genug ist. Alle sind jedenfalls sehr zuversichtlich, in einigen Wochen die moosigen Zeichen an der Wand zu sehen. Gleiches gilt für die Pflanzen, denn über den Sommer werden diese von den Kindern weiter betreut und ihr Wachstum fortlaufend dokumentiert. Am Ende des Sommers bekommen alle eine kleine Broschüre mit den Bildern ihrer Pflanzen, wobei sich die Kinder schon darauf freuen, „ihren Kohlrabi und ihre Möhren“ ernten zu können. Den Spaß an ihrer Gartenarbeit haben sie nach Meinung aller aber jetzt schon.