Kurzfristig Flüchtlinge, langfristig Feuerwehr?

Nach mehr als einem Jahr tut sich jetzt etwas auf dem Supermarkt-Gelände an der Kananoher Straße.Archivfoto: O. Krebs

Ehemaliger NP-Markt in Kaltenweide wird zur Notfall-Unterkunft

Kaltenweide (ok). Seit Herbst vergangenen Jahres steht er leer. getan hat sich seitdem wenig bis gar nichts. Doch jetzt gibt es Neuigkeiten und das sogar in zweierlei Hinsicht: Der frühere NP-Markt an der Kananoher Straße in Kaltenweide wird zur Notfall-Unterkunft für Flüchtlinge, wird so umgebaut, dass hier maximal 30 Asylsuchende, die der Stadt zugewiesen worden sind, als Übergangslösung Platz finden könnten. "Allerdings greift das Konzept nur, wenn keine anderen Unterkünfte vorhanden sind. Damit soll auch die Inanspruchnahmevon Dorfgemeinschaftshäusern möglichst vermieden werden.", sagt Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. Der Kaltenweider Ortsrat ist in seiner jüngsten Sitzung informiert worden. Außerdem wird ein Raum für das neue Eigenreinigungskonzept eingerichtet – hier sollen die Materialien für die Wäscherei gelagert werden. Und Hamid Khalil vom Hilfsverein "Azadi" bekommt Lagerfläche, um seine Spenden für Flüchtlinge unterstellen zu können. Gleichzeitig hat die Verwaltung vom Kaltenweider Ortsrat aber den Prüfauftrag mit auf den Weg bekommen, auszuloten, ob der NP-Markt langfristig die Voraussetzungen erfüllt, um als Feuerwehrhaus genutzt zu werden.
Eine weitere Notfall-Unterkunft für fünf Flüchtlinge wird im Mitteltrakt im Haus der Jugend eingerichtet. Auch hier nur für den Fall der Fälle, falls es in den vorhandenen Flüchtlingsunterkünften keine freien Kapazitäten gibt und die Stadt kurzfristig reagieren muss. Und ein weiterer Termin in Sachen Flüchtlingsunterkunft steht nun auch fest: An der Pfeifengrasstraße entsteht zwischen der sechsten und achten Kalenderwoche ein Modulbau, in dem bis zu 56 Personen untergebracht werden können.