Lärm, Raser und Gestank

Elke Zach (von links), Anja Sander und Irina Brunotte kamen mit Bürgern aus Wiesenau ins Gespräch. Foto: D. Lange

SPD-Stadtteilkonferenz in Wiesenau

Langenhagen (dl). Unter dem Motto „Wir bewegen Langenhagen“ lädt die SPD in den kommenden Wochen in zehn Stadt- und Ortsteilen von Langenhagen zu Gesprächsrunden mit Bürgerbeteiligung ein. Den Anfang machte jetzt der Stadtteil Wiesenau.
Elke Zach, Anja Sander und Irina Brunotte vom SPD-Ortsverein Langenhagen, die alle drei in Wiesenau wohnen, waren überrascht vom großen Interesse der Bewohner an der Stadtteilkonferenz in der Wiesenauer Mitte. Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, mit den SPD-Vertreterinnen zu sprechen und einfach mal zu sagen, wo sie der Schuh drückt und was sie sich wünschen.
Bei einem Blick auf die geografische Lage Wiesenaus wird schnell deutlich, wo es hier zu Problemen kommen kann. Im Süden und Westen grenzt der südlichste Stadtteil Langenhagens an zwei große Industriegebiete, die nördliche Grenze bildet die Trogstrecke der Flughafenstraße und im Osten verläuft die Vahrenwalder Straße. Obendrein wird Wiesenau auch noch von der Autobahn 2 durchquert. Geruchs- und Lärmbelästigungen aus dem Industriegebiet Brinker Hafen und der Verkehrslärm machen hier vielen Menschen zu schaffen – viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. In diesem Zusammenhang wurden auch der starke LKW-Verkehr und die mangelnde Verkehrsdisziplin vieler Autofahrer genannt, die sich insbesondere auf der Heinrich-Heine-Straße, der Hackethalstraße und dem Sonnenweg nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Hier wurde zum einen eine eindeutige Beschilderung für LKW-Fahrer, die offensichtlich von ihren Navigationsgeräten in die Wohngebiete geleitet werden, gefordert; zum anderen eine ständige Geschwindigkeitskontrolle in den genannten Straßen.
Ein großes Problem für viele Wiesenauer ist ferner die häufig zu beobachtende illegale Müllentsorgung; nach Auskunft der Verwaltung zählt Wiesenau in dieser Hinsicht tatsächlich zu den Brennpunkten. Zudem bleibt der Müll oft auch noch lange liegen und muss letztlich auf Kosten aller entsorgt werden. An die SPD-Vertreterinnen – Elke Zach und Irina Brunotte sind Ratsmitglieder – erging ganz allgemein der Wunsch, sich im Stadtrat für die Belange Wiesenaus einzusetzen. Elke Zach wiederumg forderte die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich gemeinschaftlich zu engagieren und Bürgerinitiativen zu gründen, um auf diesem Wege etwas zu erreichen, etwa eine bessere Nahversorgung durch mehr Geschäfte im Stadtteil wie Bäcker, Schlachter und Lebensmittelladen. Viele wünschen sich darüber hinaus einen Jugendtreff, Freizeit- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche und eine Betreuung der Schüler am Nachmittag. Im Hort der Adolf-Reichwein-Schule würden Kinder lediglich bis 15 Uhr betreut, das sei für viele Eltern zu wenig. Sie wünschen sich eine längere Öffnungszeit.
Die SPD in Langenhagen will Anregungen und Kritik der Bürgerinnen und Bürger im Anschluss an die Stadtteilkonferenzen bündeln, um sie in ihrem Wahlprogramm für die Kommunalwahl im September zu formulieren.