Lärmschutz auf der langen Bank?

CDU-Fraktion sieht Land in der Pflicht/Stadt könne unterstützen

Langenhagen. Die Trogstrecke in Langenhagen ist seit langem ein großes Ärgernis in Sachen Lärm. Dies wurde beim runden Tisch der CDU in Wiesenau Anfang dieses Jahres von den Anliegern sehr anschaulich vorgetragen. Viele von ihnen sind bereits direkt an die alte Landesregierung herangetreten und haben so versucht eine Verbesserung herbeizuführen, da die Stadt Langenhagen deutlich gemacht hat, dass die Straße nicht in ihren Zuständigkeitsbereich falle. Ein Lärmgutachten hat nun bestätigt, dass die mangelhaften Querfugen zu einer außerordentlich störenden Lärmbelästigung führen. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat daher bereits im Dezember 2011 Hilfe in Aussicht gestellt. Lediglich die Brückenbaumaßnahmen am Autobahnkreuz Hannover-Ost sollten noch abgewartet werden, da der Trog ein Teil der Verkehrsumleitungsstrecke für die A2 darstellt und in dieser Zeit nicht eingeschränkt werden durfte. Ein grundsätzlich positives Signal für die lärmgeplagten Anwohner also, sollte es doch schon in diesem Jahr los gehen mit den Verbesserungen. Eine jetzt gestellte Nachfrage der CDU-Fraktion führte jedoch zu einer jähen Ernüchterung. „Der Baubeginn für die Instandsetzungsmaßnahme in der Trogstrecke sei auf unbestimmte Zeit verschoben“, man werde sich melden, wenn ein endgültiger Termin feststünde. „Diese Aussage ist ein Schlag ins Gesicht der Anwohnerinnen und Anwohner, die seit Jahren für einen Lärmschutz entlang der B522 kämpfen“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer enttäuscht fest. „Nicht nur, dass sich immer mehr Verkehr durch den Trog drängt, es wird auch ein tatsächlicher Mangel aufgezeigt, den es schnellstmöglich abzustellen gilt. Die Aussage der Landesbehörde werden wir in keinem Fall akzeptieren, daher haben wir uns bereits mit unseren lokalen Landtags-Vertretern Rainer Fredermann und Marco Brunotte in Verbindung gesetzt und um Unterstützung in dieser Sache gebeten“, macht Heuer seinen Willen zur Veränderung der Situation deutlich. „Das Problem der Querfugen ist für die CDU-Fraktion jedoch nur ein Teil des Problems, daher haben wir auch nach weiteren geplanten Maßnahmen gefragt und hier wird die Luft dünn“, führt Heuer weiter aus. Für Teile der Strecke könne gegebenenfalls noch ein passiver Lärmschutz, das heißt Maßnahmen an den Gebäuden zum Tragen kommen. Aktiver Schallschutz, durch zum Beispiel eine Lärmschutzwand oder eine Deckelung von Teilen des Trogs, seien jedoch unwahrscheinlich. Die CDU sieht in diesem Fall aber durchaus auch Unterstützungsmöglichkeiten der Stadt Langenhagen, schließlich profitiere diese in erheblichem Maße vom Vorhandensein dieser Strecke. Laut Heuer hätten einige Anlieger sogar Interesse daran einen finanziellen Eigenbeitrag zu leisten, um die Situation endlich zu verbessern. „Um in eine weitere Diskussion mit der Stadt und den anderen politischen Parteien einzusteigen, brauchen wir die finanzielle Größenordnung über die wir hier sprechen. Daher ermitteln wir derzeit die groben Kosten für verschiedene aktive Lärmschutzmaßnahmen“, erläutert Heuer das weitere Vorgehen der CDU- Fraktion und verweist zudem auf die Webseite www.runder-tisch-langenhagen.info auf der es weitere Hintergrundinformationen zur Trogstrecke gibt.