Lager soll gekauft werden

Streit um Tauglichkeit für Archivgut

Langenhagen (gg). Möglichst glatt erledigt sein sollte das Lagerproblem des Archivgutes, so die Randbemerkung von Bürgermeister Mirko Heuer vor einigen Monaten, denn es sei eine Pflichtaufgabe nach Archivgesetz. „Wir müssen das machen“, sagte er derzeit und legte eine Kostenaufstellung für die Errichtung einer Lagerhalle der Politik zur Abstimmung vor. Inzwischen ist eine Alternative möglich: Statt eines Neubaus soll eine Lagerhalle gekauft werden, eine frühere Digitaldruckerei an der Keplerstraße. Dem Vernehmen nach geht es um einen Kaufpreis im mittleren fünfstelligen Bereich. Da die Lagerung von Archivgut dem Gesetz entsprechend an Bedingungen geknüpft ist, Parameter wie Klimatisierung und Ähnliches einzuhalten sind, ließ die Stadtverwaltung ein Gutachten zur Beurteilung der Tauglichkeit erstellen. Während für Mirko Heuer die Sache damit erledigt sein kann, „wenn ein Gutachten erstellt ist, gucke ich da auch nicht mehr rein“, prüfte BBL-Ratsherr Jens Mommsen die Parameter und lehnt den Kauf wegen Untauglichkeit ab. „Seine Vehemenz kann ich nicht verstehen“, sagt Heike Brück-Winkelmann, Leiterin des Stadtarchivs, im Pressegespräch zum Verlauf der Kontroverse. Respekt habe sie für das Engagement des Ratsherrn. Sie sagt: „Das er sich das überhaupt so genau anguckt, ehrt ihn.“ Doch kein Magazin (Lager) der Welt entspreche allen Anforderungen. Heike Brück-Winkelmann erklärt: „Unter Abwägung der Probleme und dem, was ich gesehen habe, ist das Lager Keplerstraße schon optimal. Schimmel (wie gerade am Archivgut beseitigt), kann immer wieder vorkommen. Da kann man nie sicher sein.“