Lagerhalle brannte lichterloh

Das Ausmaß des Feuers in der früheren Tapentefabrik wurde im Nachthimmel sehr deutlich. (Foto: S. Bommert)

Polizei entdeckte Feuer in früherer Tapetenfabrik

Langenhagen. Polizeibeamte auf Streife haben in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag Qualm in einer Lagerhalle an der Walsroder Straße, auf dem Gelände der ehemaligen Tapetenfabrik, festgestellt und daraufhin kurz vor 3 Uhr den Notruf abgesetzt. Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Jens Heindorf stellte nach der ersten Erkundung fest, dass sich das Feuer aus dem Erdgeschoss bis in den Dachstuhl ausgebreitet hatte. Direkt im Anschluss ließ der Ortsbrandmeister die Alarmstufe erhöhen, sodass alle Ortsfeuerwehren der Stadt zur Einsatzstelle alarmiert wurden. Erste Atemschutztrupps gingen mit Druckschläuchen im Außenangriff in das Erdgeschoss vor, weiterhin wurde ein mobiler Werfer in Stellung gebracht. Die Drehleiter startete mit dem Wenderohr einen Löschangriff im Dachbereich. Durch den massiven Löschwassereinsatz konnte das Feuer im Erdgeschoss relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden, im Dachbereich breitete sich das Feuer weiter aus. Die Einsatzleitung teilte die Einsatzstelle in zwei Abschnitte an zwei Gebäudeseiten auf, ein zusätzliches Drehleiterfahrzeug aus Altwarmbüchen nahm einen zweiten Löschangriff im Dachbereich vor.
Als weitere unterstützende Maßnahmen kamen der Strom- und Gasversorger zur Abschaltung, das Technische Hilfswerk zur Ausleuchtung der Einsatzstelle, die Polizei zur Absperrung sowie die Johanniter Unfallhilfe als Rettungsdienst sowie Verpflegungsstelle zum Einsatz. Insgesamt waren über 150 Kräfte der Feuerwehr und 50 anderer Organisationen vor Ort. Brandabschnittsleiter Horst Hollerith sowie Stadtbrandmeister Arne Boy unterstützten die Einsatzleitung.
Die Walsroder Straße war von der Leibnizstraße bis zum Pferdemarkt ab 3 Uhr komplett gesperrt. Um 5.29 Uhr meldete Einsatzleiter Jens Heindorf "Feuer unter Kontrolle". Nächste Aktivitäten waren der kontrollierte Innenangriff zum endgültigen Ablöschen der letzten Brandnester. Der Lagerhallenkomplex erwies sich als stark verwinkelt, was die Löscharbeiten erschwerte. Gegen 7 Uhr entschloss die Einsatzleitung den Einsatz von Schaum zum endgültigen Ersticken der letzten Glutnester. Bei den Löscharbeiten zog sich ein Feuerwehrmann eine Knieverletzung zu, er wurde zur Untersuchung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.
Die Aufräumarbeiten dauerten bis 9 Uhr an, die Walsroder Straße wurde danach wieder freigegeben – so der Bericht von Christian Hasse seitens der Ortsfeuerwehr Langenhagen.
Bislang ist die Brandursache ungeklärt, die Beamten des zentralen Kriminaldienstes haben Untersuchungen aufgenommen.